Verkehr am T-Knoten deutlich verbessert – Anpassungen zeigen Wirkung

Baustelle am T-Knoten der Bundesstraße B100/B187/B2 in Wittenberg mit Blick in Richtung Elbebrücke.
© Landkreis Wittenberg/Baumbach

Nach erheblichen Verkehrsbehinderungen zu Beginn der Woche hat sich die Situation an der Baustelle am T-Knoten B2/B187 in der Lutherstadt Wittenberg am Mittwochmorgen (19.08.2026) deutlich entspannt. Der Verkehr lief in den morgendlichen Hauptverkehrszeiten weitgehend ohne größere Einschränkungen.

Damit zeigt sich bereits eine spürbare Verbesserung gegenüber Montag und Dienstag. Zum Start der eigentlichen Bauarbeiten am 17. August hatten lange Rückstaus und teils erhebliche Wartezeiten insbesondere im Berufsverkehr für großen Unmut gesorgt. Auch Busse des öffentlichen Personennahverkehrs waren von den Verzögerungen betroffen.

Landrat Christian Tylsch hatte deshalb am Dienstagvormittag persönlich das Gespräch mit den an der Baumaßnahme Beteiligten gesucht. Er tauschte sich sowohl mit dem Bauherrn, der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB), als auch mit der für die Verkehrstechnik zuständigen Firma und dem Bauleiter der ausführenden Unternehmen aus.

Dabei machte der Landrat deutlich, dass die Verkehrssituation, wie sie sich am Montagnachmittag und am Dienstagmorgen dargestellt hatte, aus Sicht des Landkreises nicht akzeptabel war und kurzfristig nachgesteuert werden musste.

„Natürlich war uns allen bewusst, dass eine Baustelle an diesem zentralen Verkehrsknoten nicht ohne Einschränkungen funktionieren wird. Ein Nadelöhr bleibt ein Nadelöhr – und es wird nicht größer, wenn daran gebaut wird. Aber die Situation zu Wochenbeginn hat gezeigt, dass die Verkehrssteuerung deutlich besser werden musste. Deshalb war es mir wichtig, unmittelbar mit allen Beteiligten zu sprechen und schnelle Verbesserungen einzufordern“, erklärt Landrat Christian Tylsch.

Im Ergebnis dieser Gespräche wurden die Ampelschaltungen nochmals überprüft und angepasst. Ziel war es insbesondere, flexibler auf die tatsächlichen Hauptverkehrsströme zu reagieren und die Grünphasen entsprechend verlängern zu können.

Am Mittwochmorgen war die Wirkung dieser Nachsteuerung deutlich sichtbar: Der Verkehr konnte den Baustellenbereich in weiten Teilen ohne die massiven Rückstaus der Vortage passieren.

„Das ist zunächst eine sehr erfreuliche Entwicklung und zeigt, dass sich das schnelle Nachsteuern gelohnt hat“, so Tylsch. „Jetzt kommt es darauf an, die Situation weiter genau zu beobachten. Wenn sich im weiteren Bauablauf neue Probleme ergeben, werden wir erneut reagieren und Lösungen finden.“

Der Landkreis selbst ist weder Bauherr der Maßnahme noch für die Planung der Verkehrsführung verantwortlich. Bauherr ist die Landesstraßenbaubehörde; die Verkehrsführung während der Bauzeit wurde durch ein Fachplanungsbüro erarbeitet. Angesichts der erheblichen Auswirkungen auf Pendler, Unternehmen, den öffentlichen Personennahverkehr und den gesamten Verkehr in der Lutherstadt sieht sich der Landkreis natürlich in der Verantwortung, Probleme anzusprechen und gegenüber den zuständigen Stellen auf Verbesserungen hinzuwirken.

Die Sanierung des T-Knotens ist aufgrund des Zustands und der hohen Beanspruchung der Bundesstraßen notwendig. Rund 1,6 Millionen Euro werden in die Erneuerung investiert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 2. Oktober abgeschlossen sein.

Der Landkreis wird die Verkehrssituation auch in den kommenden Tagen weiter aufmerksam verfolgen.