LEADER/CLLD im Landkreis Wittenberg

Was ist die LEADER/CLLD-Förderung?

LEADER/CLLD ist eines der wichtigsten Förderprogramme der Europäischen Union zur Entwicklung im ländlichen Raum und verfolgt den Gedanken, dass sich Menschen vor Ort für ihre Region einsetzen und lokale Projekte realisieren. Die Abkürzung LEADER (für das französische „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“) bedeutet übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. CLLD (Abkürzung für das englische „Community-Led Local Development“) heißt „Von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung“. Somit stärken die Einwohnerinnen und Einwohner als lokale Experten ihrer Dörfer und Städte die regionale Entwicklung, indem sie den aus ihrer Sicht relevanten Vorhaben nach dem „Bottom-up-Ansatz“ (von unten nach oben) den Weg für eine EU-Förderungebnen.

Das Förderprogramm ist so angelegt, dass sich verschiedene Akteure einer Region (z. B. Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden oder engagierte Privatpersonen) in sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAG’n) organisieren. Die LAG’n erarbeiten für ihr Gebiet eine lokale Entwicklungsstrategie (LES). Auf Basis dieser LES entscheiden die LAG´n dann durch festgelegte Auswahlprozesse über die Förderung von Projekten vor Ort.

Sonenaufgang Sicht auf die Elbbrücke und die Elbe

Lokale Aktionsgruppen im Landkreis Wittenberg

In Sachsen-Anhalt wurden in der Förderperiode 2021-2027 insgesamt 24 LAG‘n als offizielle LEADER/CLLD-Fördergebiete zugelassen. Davon liegen 3 LAG‘n vollständig oder teilweise auf dem Gebiet des Landkreises Wittenberg:

Stadt Annaburg

Stadt Gräfenhainichen (Ortsteile Jüdenberg, Möhlau, Zschornewitz)

Stadt Jessen (Elster)

Stadt Kemberg (Ortsteile Bietegast, Bleddin, Boos, Dabrun, Eutzsch, Globig, Lammsdorf, Melzwig, Naderkau, Pannigkau, Rackith, Rötzsch, Schleesen, Selbitz, Wartenburg)

Lutherstadt Wittenberg

Stadt Zahna-Elster

Stadt Bad Schmiedeberg (alle Ortsteile)

Stadt Kemberg (Ortschaften Ateritz, Bergwitz, Dorna, Gaditz, Gniest, Gommlo, Kemberg, Klitzschena, Lubast, Radis, Reuden, Rotta, Uthausen)

Stadt Gräfenhainichen (Ortsteile Gräfenhainichen, Buchholz, Schköna, Hohenlubast, Tornau)

Stadt Bitterfeld-Wolfen (alle Ortsteile)

Gemeinde Muldestausee (alle Ortsteile)

Stadt Raguhn-Jeßnitz (Ortsteile Altjeßnitz und Jeßnitz)

Coswig (Anhalt)

Oranienbaum-Wörlitz

Möckern

Zerbst (Anhalt)

Dessau-Roßlau

Der Landkreis Wittenberg ist Mitglied in allen drei vorgenannten LAG’n.

Landkreis Wittenberg als Träger der LAG-Managements

Jeder LAG steht ein Management zu Seite. Das Management begleitet die Projektauswahlprozesse in den LEADER/CLLD-Regionen, berät potenzielle Projektträger, entwickelt mit diesen Projektideen weiter und unterstützt erfolgreich ausgewählte Projekte bei der weiteren Fördermittelbeantragung sowie Projektumsetzung. Der Landkreis Wittenberg ist Träger der Managements für den LAG Wittenberger Land e. V. sowie die LAG Dübener Heide Sachsen-Anhalt. Hierbei werden sowohl die Beauftragung der externen Managements als auch das Betreiben der LAG und die Sensibilisierungsarbeit über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt von EU und Land gefördert.

Wittenberger Land

Vorhaben: Management, Sensibilisierung und Betreiben

Zeitraum 14.07.2023-31.12.2028

Gesamtausgaben

1.056.750,00 Euro

 EU-Förderung*
739.725,00 Euro 70 %
 Land Sachsen-Anhalt
211.350,00 Euro 20 %
 Eigenmittel Landkreis Wittenberg
105.675,00 Euro 10 %
70 % EU
20 % Land
10 % Eigenmittel

Dübener Heide

Vorhaben: Management, Sensibilisierung und Betreiben

Zeitraum 14.07.2023-31.12.2028

Gesamtausgaben

1.319.250,00 Euro

 EU-Förderung*
923.475,00 Euro 70 %
 Land Sachsen-Anhalt
263.850,00 Euro 20 %
 Eigenmittel Landkreis Wittenberg
131.925,00 Euro 10 %
70 % EU
20 % Land
10 % Eigenmittel

* Förderung von Management, Sensibilisierung und Betreiben einer Lokalen Aktionsgruppe im Zusammenhang mit der Umsetzung lokaler Entwicklungsstrategien im Rahmen von LEADER und CLLD in Sachsen-Anhalt in der Förderperiode 2021 bis 2027 aus dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Kofinanziert von der Europäischen Union