In der Führung des Kreisverbindungskommandos Wittenberg der Bundeswehr hat es einen Wechsel gegeben. Oberstleutnant Rico Jurk beendet nach 16 Jahren seine Tätigkeit im Kreisverbindungskommando Wittenberg. Die militärische Führung übernimmt kommissarisch Oberstleutnant Henry Seeber.
Das Kreisverbindungskommando, kurz KVK, ist ein wichtiger Ansprechpartner der Bundeswehr für den Landkreis Wittenberg, wenn es zum Beispiel um die Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Katastrophenfall geht. Seine Aufgabe ist es, die zivile Verwaltung fachlich zu beraten, mögliche Unterstützungsleistungen der Bundeswehr einzuschätzen und im Ernstfall die Verbindung zwischen Landkreis und Bundeswehr sicherzustellen.
Im Katastrophenschutzstab des Landkreises wirkt das KVK als militärischer Fachberater mit. Dazu gehört unter anderem, die Lage aus Sicht der Bundeswehr zu bewerten, die Möglichkeiten und Grenzen einer Unterstützung darzustellen und bei Bedarf die Vorbereitung eines Amtshilfeantrages zu begleiten. Außerdem unterstützt das KVK die Koordinierung, wenn Kräfte der Bundeswehr im Landkreis eingesetzt werden.
Oberstleutnant Rico Jurk hat das Kreisverbindungskommando Wittenberg über viele Jahre geprägt. Als Leiter führte er ein Kommando erfahrener Reservisten und stand zugleich im regelmäßigen Austausch mit dem Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen des Landkreises. Sein Wissen war bei Ausbildungen, Übungen und auch in Katastrophenlagen gefragt.
Mit Oberstleutnant Henry Seeber ist die Führungsposition nun wieder besetzt. Er bringt insbesondere Erfahrungen in den Bereichen Hochwasser und Waldbrand ein – zwei Themen, die für den Katastrophenschutz im Landkreis Wittenberg von besonderer Bedeutung sind.
Landrat Christian Tylsch dankt Oberstleutnant Rico Jurk für seinen langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zugleich wünscht er Oberstleutnant Henry Seeber für seine neue Aufgabe gutes Gelingen: “Das Kreisverbindungskommando ist für unseren Katastrophenschutz ein verlässlicher Partner. Gerade in besonderen Lagen ist es wichtig, dass zivile und militärische Strukturen eingespielt zusammenarbeiten. Dafür braucht es Menschen mit Erfahrung, Sachverstand und einem klaren Blick auf das Machbare.”