Arbeitsgelegenheiten in Wörlitz gestartet: Ministerpräsident Sven Schulze informiert sich am Eichenkranz

In Oranienbaum-Wörlitz sind in Rekordzeit die ersten Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber und Bürgergeldempfänger gestartet.
© Landkreis Wittenberg/Baumbach

„Nicht nur unterschreiben – sondern umsetzen“: Unter diesem Leitgedanken ist in Oranienbaum-Wörlitz die praktische Umsetzung neuer Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber im Landkreis Wittenberg angelaufen. Fünf Personen unterstützen derzeit den städtischen Regiebetrieb und sind unter anderem in der Wörlitzer Angergasse im Einsatz, wo sie Wildwuchs und Unkraut am Straßenrand beseitigen.

Ministerpräsident Sven Schulze machte am Donnerstag, dem 9. Juli 2026, im Rahmen seiner Sommertour Halt am historischen Eichenkranz in Wörlitz. Die Tour führte ihn durch das Gartenreich in Richtung Wittenberg. Vor Ort ließ er sich über die in kurzer Zeit gestarteten Arbeitsgelegenheiten informieren. Mit dabei waren unter anderem Landrat Christian Tylsch, Ministerpräsident a. D. Dr. Reiner Haseloff sowie Bürgermeister Maik Strömer mit Vertretern der Stadt Oranienbaum-Wörlitz.

Grundlage ist eine Vereinbarung, die kommunale Spitzenverbände und Landesregierung kurz vor dem 1. Juli unterzeichnet hatten. Ziel ist es, Arbeitsgelegenheiten für Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und Bürgergeldempfänger schneller und unbürokratischer auf den Weg zu bringen. Oranienbaum-Wörlitz gehört nun zu den ersten praktischen Beispielen im Landkreis Wittenberg.

Landrat Christian Tylsch ordnete den schnellen Start auch in den sozialen Medien ein. Besonders freue ihn, dass der Landkreis Wittenberg die Maßnahmen „innerhalb kurzer Zeit, in nur drei Tagen“ auf den Weg bringen konnte. Gemeinsam mit der Stadt Oranienbaum-Wörlitz sei aus einer Vereinbarung „ganz konkrete Praxis“ geworden.

Für Landrat Christian Tylsch geht es dabei nicht allein um zusätzliche Unterstützung vor Ort, sondern auch um Integration durch Mitwirkung. „Wer arbeiten kann, soll die Möglichkeit bekommen, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln, die Sprache zu lernen und sich einzubringen“, schrieb er. Sein Fazit: „Das ist gut für die Menschen. Und gut für unsere Städte und Gemeinden.“

Der Einsatz zeigt, wie Arbeitsgelegenheiten unmittelbar wirken können: Sie schaffen Tagesstruktur, ermöglichen praktische Tätigkeit und können Menschen Schritt für Schritt an den Arbeitsmarkt heranführen. Zugleich erhalten Städte und Gemeinden Unterstützung bei Aufgaben, für die vor Ort konkreter Bedarf besteht.

Der Landkreis Wittenberg will die Erfahrungen aus Oranienbaum-Wörlitz nun nutzen, um weitere geeignete Einsatzmöglichkeiten in den Städten und Gemeinden zu prüfen.