Wie sieht Handwerk aus, wenn Schülerinnen und Schüler selbst die Kamera in die Hand nehmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Filmprojektes #HandwerkInAction, zu dem die Kreishandwerkerschaft in Kooperation mit dem Landkreis Wittenberg aufgerufen hatte. Ziel war es, Handwerksberufe in kurzen Reels darzustellen und dabei zu zeigen, wie vielseitig, praktisch und zukunftsnah das Handwerk ist.
Beteiligt hatten sich in diesem Jahr zwei Teams der Ganztagsschule Ernestine Reiske aus Kemberg. Beide Gruppen besuchten Handwerksbetriebe vor Ort, sammelten Eindrücke aus dem Arbeitsalltag und setzten diese anschließend in kurzen Filmen um. Die Reels wurden auf den Social-Media-Kanälen des Landkreises veröffentlicht und gingen dort in das Online-Voting ein.
Den ersten Platz belegte das Team „Blickwerk“ mit seinem Reel über den Optikerbetrieb Blickwerk in Kemberg. Johanna Bathke, Henny Ciccella, Amelie Deidicht, Jonas Reinecke und Ben Rückert überzeugten mit ihrem Beitrag und konnten sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.
Der zweite Platz ging an das Team „Hiller“ mit seinem Reel über Friseur Hiller. Phoebe Kuschel, Amy Petermann und Lena Voigt erhielten für ihren Beitrag ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
Zusätzlich bekamen beide Teams Eintrittskarten für das MacherFestival im August in Ferropolis. Die Tickets wurden von der Ferropolis GmbH zur Verfügung gestellt.
Die Bewertung der Beiträge erfolgte durch eine Jury. Vertreten waren Landrat Christian Tylsch, Kreishandwerksmeister Enrico Reinecke sowie das Team Medien mit David Ludley, Katharina Höhne und Claudia Heinrich. Bewertet wurden unter anderem die Darstellung des Handwerksberufs, die kreative Umsetzung, die technische Qualität, die Struktur des Videos sowie die Frage, ob verschiedene Tätigkeiten und Perspektiven gezeigt wurden.
Landrat Christian Tylsch und Kreishandwerksmeister Enrico Reinecke gratulierten den Schülerinnen und Schülern persönlich zur Auszeichnung. Beide Teams zeigten, dass Berufsorientierung nicht nur aus Broschüren und Beratungsgesprächen bestehen muss, sondern auch mit Smartphone, Kamera und eigenen Ideen funktionieren kann.
#HandwerkInAction sollte Jugendliche dazu ermutigen, Handwerksberufe aus ihrer eigenen Perspektive zu zeigen. Die beiden Beiträge aus Kemberg machten deutlich: Wer einen Betrieb besucht, genau hinschaut und die richtigen Bilder findet, kann in kurzer Zeit viel über einen Beruf erzählen.