Windkraft im Landkreis Wittenberg: Talkrunde zwischen Zahna-Elster und Jessen

Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Landrat Christian Tylsch, Peter Müller, Bürgermeister der Stadt Zahna-Elster, Michael Jahn, Bürgermeister der Stadt Jessen, Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie e. V., und Thomas Winkler, Geschäftsführer VSB Deutschland, diskutierten darüber, wie Repowering, kommunale Wertschöpfung und Akzeptanz für Windkraft vor Ort zusammengebracht werden können.
© Landkreis Wittenberg/Baumbach

Windkraft gehört in Elster und Umgebung seit vielen Jahren zum Landschaftsbild. Beim Repowering des Windparks Elster zeigt sich nun, wie sich die Technik weiterentwickelt hat: 50 ältere Windenergieanlagen wurden durch 16 moderne Anlagen ersetzt. Sie erzeugen deutlich mehr Strom – mit wesentlich weniger Anlagen.

Bei der Veranstaltung „Politik unterm Windrad – Rückenwind für die Region“ ging es deshalb nicht nur um Energieerzeugung, sondern auch um den konkreten Nutzen für die Region.

Die 16 Windenergieanlagen verfügen heute über eine Gesamtleistung von 105,6 Megawatt und erzeugen jährlich rund 235 Gigawattstunden Strom. Rechnerisch reicht das für rund 150.000 Menschen. Zwei weitere Anlagen sollen 2027 in Betrieb gehen.

Windkraft bringt Einnahmen vor Ort

Für die Städte Zahna-Elster und Jessen bedeutet der Windpark auch zusätzliche finanzielle Einnahmen. Damit bleibt ein Teil der Wertschöpfung dort, wo die Anlagen stehen. Davon profitieren die beiden Kommunen unmittelbar – und mittelbar auch der Landkreis Wittenberg.

Das Beispiel Elster zeigt damit einen wesentlichen Vorteil des Repowerings: Bestehende Windkraftstandorte werden weiter genutzt, die Zahl der Anlagen sinkt und gleichzeitig steigen Leistung und Ertrag.

Über diese Entwicklung diskutierten Vertreter aus Kommunen, Landespolitik und Windenergiebranche. Mit dabei waren unter anderem Staatssekretär Wünsch, Landrat Christian Tylsch, Zahna-Elsters Bürgermeister Peter Müller, Jessens Bürgermeister Michael Jahn, BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek und Thomas Winkler, Geschäftsführer von VSB Deutschland.

Die Veranstaltung wurde von der VSB Gruppe, dem Landesverband Erneuerbare Energien Sachsen-Anhalt und dem Bundesverband WindEnergie ausgerichtet.