Rettung per Hubschrauber: Gemeinsamer Flugtag von DRK und Bundeswehr am Badesee Dixförda

Am Badesee Dixförda fand am 10. Juni ein gemeinsamer Flugtag der Berg- und Wasserwacht des DRK Sachsen-Anhalt mit der Bundeswehr statt. Im Mittelpunkt standen realitätsnahe Trainings- und Rettungsszenarien für den Katastrophenschutz per Hubschrauber.

Geübt wurden unter anderem hubschraubergestützte Rettungseinsätze über Gewässern. Dabei wurden Einsatzkräfte mittels Rettungswinde aus dem Hubschrauber abgeseilt, um die Rettung von Verunglückten aus schwer zugänglichen Bereichen zu trainieren. Solche Übungen dienen der Qualifizierung und Zertifizierung der Rettungskräfte und bereiten auf Hochwasser-, Katastrophen- und Großschadenslagen vor.

Landrat Christian Tylsch machte sich vor Ort ein Bild vom Training und würdigte die hohe Qualität der Ausbildung sowie das professionelle Zusammenspiel der beteiligten Organisationen. „Solche Übungen zeigen, wie wichtig eine starke Zusammenarbeit über Landes- und Organisationsgrenzen hinweg ist. Mein Dank gilt den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Berg- und Wasserwacht aus Sachsen-Anhalt und Bayern ebenso wie den hauptamtlichen Kräften der Bundeswehr. Wer für andere Menschen in schwierigen Lagen da ist, verdient Respekt und Unterstützung“, so der Landrat.

Vor Beginn der praktischen Übungen standen zunächst das Herstellen der Einsatzbereitschaft und eine umfassende Sicherheitseinweisung auf dem Programm. Anschließend folgte das Winchtraining. Dabei wurden zunächst Rezertifizierungen der Teilnehmenden durchgeführt. Die Wasserwacht trainierte die Rettung über dem See, die Bergwacht absolvierte entsprechende Übungen auf der Wiese. Am Nachmittag wurden die Trainingsinhalte auf Grundlage eines Zwischen-Briefings vertieft.

Der Flugtag machte deutlich, wie anspruchsvoll Rettungseinsätze aus der Luft sind. Neben körperlicher Belastbarkeit und fachlichem Können kommt es vor allem auf klare Kommunikation, eingespielte Abläufe und gegenseitiges Vertrauen an. Gerade bei Einsätzen in unübersichtlichen Lagen oder schwer erreichbaren Bereichen kann diese Zusammenarbeit entscheidend sein.

Die kurzfristige Freigabe des Termins durch die Bundeswehr ermöglichte den beteiligten Kräften einen besonderen Ausbildungstag unter realistischen Bedingungen. Mit Technik, fliegerischer Erfahrung und einsatztaktischem Know-how leistete die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag zur weiteren Qualifizierung der Rettungskräfte.

Der Landkreis Wittenberg dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und ihren Beitrag zur Stärkung des Katastrophenschutzes. Der Flugtag am Badesee Dixförda war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie leistungsfähig Hilfe wird, wenn Ehrenamt, Hauptamt, Hilfsorganisationen und Bundeswehr gemeinsam trainieren.