Tüfteln, ausprobieren, gestalten und eigene Lösungen entwickeln: An der Förderschule „Pestalozzi“ in Lutherstadt Wittenberg ist am 2. September 2026 ein neuer Maker Space offiziell eröffnet worden. Aus einer ehemaligen Fahrradwerkstatt ist ein moderner Lern- und Arbeitsraum entstanden, in dem Schülerinnen und Schüler künftig kreative Ideen mit handwerklichem Arbeiten und digitaler Technik verbinden können.
Als Schulträger begleitete der Landkreis Wittenberg die Eröffnung. Landrat Christian Tylsch machte sich gemeinsam mit Vertretern der Schule und weiteren Gästen bei einem Rundgang ein Bild von den neuen Möglichkeiten.
Ein Maker Space ist ein offener Lernraum, in dem das praktische und projektorientierte Arbeiten im Mittelpunkt steht. Schülerinnen und Schüler können dort eigene Vorhaben entwickeln, verschiedene Lösungswege ausprobieren und ihre Ideen Schritt für Schritt umsetzen. Dabei geht es nicht allein um das fertige Ergebnis. Auch das Experimentieren, Verändern und Weiterentwickeln gehört ausdrücklich zum Konzept.
Zur Ausstattung des neuen Lernortes gehören unter anderem Werkbänke, ein Laser-Cutter und verschiedene Arbeitsmaterialien. Auch ein bereits vorhandener Brennofen, der im Rahmen des Förderprogramms STARK III angeschafft worden war, wurde in die Werkstatt integriert. Beim Aufbau des Maker Space packten die Schülerinnen und Schüler selbst mit an und errichteten unter anderem die neuen Werkbänke.
Möglich wurde die weitere Ausstattung durch die Initiative „Zukunft Mitgemacht“. Die Förderschule „Pestalozzi“ hatte sich 2025 mit ihrem Vorhaben beworben und erhielt im Dezember desselben Jahres eine Förderzusage über 10.000 Euro. Mit den Mitteln konnten unter anderem der Laser-Cutter, Arbeitsmaterialien und weitere Bausteine für die praktische Projektarbeit finanziert werden.
„Zukunft Mitgemacht“ wird seit 2021 vom Deutschen Kinderhilfswerk e. V., der Dirk Rossmann GmbH und der Procter & Gamble GmbH getragen. Die Initiative steht unter dem Dach von #wirfürschule und unterstützt kreative und zukunftsorientierte Schulprojekte in ganz Deutschland.
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung übergab Landrat Christian Tylsch der Förderschule außerdem die Auszeichnung „Zukunft mitgemacht“ 2026. Mit der Urkunde wird das besondere Engagement der Schule gewürdigt, innovative Lernformen aufzugreifen und Schülerinnen und Schüler aktiv an der Gestaltung moderner Bildung zu beteiligen.
Der neue Maker Space eröffnet dabei gerade für das praktische Lernen zusätzliche Möglichkeiten. Technik kann nicht nur erklärt, sondern unmittelbar ausprobiert werden. Eigene Ideen lassen sich planen, gestalten und in konkrete Werkstücke oder Projekte überführen. Gleichzeitig werden Selbstständigkeit, Kreativität, Teamarbeit und Problemlösung gefördert.
Nach der offiziellen Einweihung wurde auf dem Schulgelände weitergefeiert. Beim anschließenden Schulfest kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Familien und Gäste zusammen. Damit stand an diesem Tag nicht nur ein neuer Raum im Mittelpunkt, sondern die gesamte Schulgemeinschaft – und ein Lernort, der künftig noch viele neue Ideen hervorbringen soll.