ABC-Einheiten proben Ernstfall unter realistischen Bedingungen

Der Fachdienst ABC der Feuerwehren im Landkreis Wittenberg übte am 8. Juli 2026 den Einsatz bei einer Gefahrenlage mit chemischen Stoffen. 67 Einsatzkräfte trainierten unter realistischen Bedingungen Abläufe wie Schutzanzug-Einsatz, Dekontamination und Atemschutzüberwachung.
© Landkreis Wittenberg/Baumbach

Unangekündigt, realitätsnah und hochkonzentriert: Der Fachdienst ABC der Feuerwehren im Landkreis Wittenberg hat am Mittwoch, 8. Juli 2026, bei einer Übung seine Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Geübt wurde eine Gefahrenlage mit chemischen Stoffen – ein Szenario, das spezielles Wissen, Technik und eingespielte Abläufe erfordert.

Ausgangspunkt war eine Alarmierung der Werkfeuerwehr der SKW Piesteritz wegen einer Rauchentwicklung in einem Keller. Vor Ort stellte sich heraus, dass mehrere Behälter mit augenscheinlich chemischen Substanzen miteinander reagiert hatten. Daraufhin wurde der Fachdienst ABC nachalarmiert. Insgesamt 16 Fahrzeuge aus spezialisierten Freiwilligen Feuerwehren des gesamten Landkreises rückten zum Ausbildungszentrum in der Wittenberger Waldstraße aus.

67 Einsatzkräfte trainierten dort unter realistischen Bedingungen den Umgang mit Gefahrstoffen – darunter den Einsatz in speziellen Schutzanzügen sowie begleitende Maßnahmen wie Atemschutzüberwachung, Dekontamination und Einsatzstellenhygiene. Nach rund zwei Stunden wurde die Übung beendet.

Für die Verpflegung sorgte der Fachdienst Betreuung des Deutsches Rotes Kreuz aus Jessen, der ein gemeinsames Abendessen vorbereitete.

Landrat Christian Tylsch dankte allen Beteiligten für ihre professionelle Arbeit: „Solche Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die dann trainieren, wenn andere ihren Feierabend genießen.“