Hitzeschutz: Verhaltenstipps für heiße Tage

Hitzeschutz ist eigentlich ganz einfach - so bleiben Sie für die Hitze der kommenden Tage fit und sicher!
Pexels.com

Anhaltend hohe Temperaturen können den Körper stark belasten. Besonders ältere Menschen, Kinder, Schwangere, chronisch Erkrankte sowie Personen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben, sollten bei Hitze besonders vorsichtig sein. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Gesundheitsrisiko deutlich senken.

Ausreichend trinken

Das Wichtigste bei Hitze ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Geeignet sind vor allem Mineralwasser, Saftschorlen sowie Kräuter- oder Früchtetees. Erwachsene sollten mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag trinken – bei körperlicher Belastung entsprechend mehr. Koffein- und alkoholhaltige Getränke sollten möglichst vermieden werden, da sie den Kreislauf zusätzlich belasten können.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte frühzeitig ärztlich abklären, ob bei großer Hitze eine Anpassung der Dosierung notwendig sein kann.

Verhalten unterwegs

Körperliche Betätigungen sollten möglichst in die kühleren frühen Morgen- oder späten Abendstunden gelegt werden. Wer sich im Freien aufhält, sollte direkte Sonneneinstrahlung meiden, Schatten aufsuchen und auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Dazu gehören Sonnencreme mit geeignetem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung sowie helle, luftige Kleidung.

Für sehr heiße Tage empfiehlt es sich, rechtzeitig Vorräte an Getränken und Lebensmitteln anzulegen. So können unnötige Wege, etwa zum Supermarkt, vermieden werden.

Besonders wichtig: Menschen und Tiere dürfen niemals allein im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Bereits nach wenigen Minuten kann Lebensgefahr bestehen.

Wohnung kühl halten

Räume sollten bevorzugt in den kühleren Tageszeiten, insbesondere am frühen Morgen, gelüftet werden. Tagsüber helfen geschlossene Fenster, Rollläden, Vorhänge oder Jalousien dabei, die Wärme draußen zu halten. Auch Schattenplätze auf Balkon, Terrasse oder im Garten, zum Beispiel durch Sonnenschirme oder Sonnensegel, können zur Entlastung beitragen.

Waldbrandgefahr beachten

Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen erhöhen das Risiko von Wald- und Vegetationsbränden. Der Deutsche Feuerwehrverband empfiehlt daher besondere Vorsicht:

Zigaretten oder andere brennende Gegenstände dürfen nicht in die Natur oder aus Fahrzeugen geworfen werden. Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen sollten niemals auf trockenen Feldern oder Wiesen abgestellt werden, da sich die Vegetation entzünden kann. Grillen ist in der Natur nur auf ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ausgeschilderte Verbote sind unbedingt zu beachten.

Bei Feuer oder Rauchentwicklung gilt: sofort den Notruf 112 wählen. Eigene Löschversuche sollten nur unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht.

Sicher baden gehen

Seen, Flüsse und Badestellen bieten im Sommer Abkühlung, können aber auch Gefahren bergen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft weist darauf hin, nur an bewachten Badestellen zu schwimmen und örtliche Warnhinweise zu beachten.

Bei Gewitter darf nicht gebadet werden. Auch ein Sprung ins kalte Wasser nach längerem Aufenthalt in der Sonne sollte vermieden werden, da dies den Kreislauf stark belasten kann. Eltern sollten Kinder am und im Wasser niemals unbeaufsichtigt lassen.

Wasser bewusst nutzen

Wasser ist ein kostbares Gut. Gerade bei längeren Trockenperioden sollte sparsam damit umgegangen werden. Pflanzen sollten möglichst nicht mit Leitungswasser gegossen werden. Zur Abkühlung helfen kalte Fußbäder, kühlende Körperlotionen, lauwarmes Duschen oder das Kühlen von Handgelenken und Unterarmen mit kaltem Wasser.

Fazit: Wer ausreichend trinkt, körperliche Belastungen reduziert, direkte Sonne meidet und aufmerksam mit Feuer, Wasser und Badestellen umgeht, kann heiße Tage deutlich sicherer überstehen. Mehr Informationen gibt es unter anderem beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden oder Notfällen gilt: Notruf 112 wählen.