Tierschutz ist mehr als die Frage, ob Hund oder Katze gut versorgt sind. In der Praxis geht es um private Tierhaltungen, Nutztierbetriebe, Tiertransporte, exotische Tiere, Qualzuchten – und manchmal auch um soziale Problemlagen, bei denen nicht nur dem Tier, sondern auch dem Menschen geholfen werden muss.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenIn dieser Folge von Passierschein A38 sprechen Pressesprecher Alexander Baumbach und Praktikantin Ella Krüger mit Dr. Thomas Moeller, Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz, sowie Janet Tietke aus der Abteilung Tierschutz, Tierseuchen und Futtermittelüberwachung.
Gemeinsam erklären sie, wie Tierschutz im Landkreis Wittenberg konkret funktioniert: Wann wird das Veterinäramt aktiv? Wie wird geprüft, ob ein Tier wirklich leidet? Warum kann nicht jede Beschwerde automatisch zu einer Wegnahme führen? Und weshalb ist Sachkunde oft der wichtigste Tierschutz überhaupt?
Das erwartet Sie in der Folge:
- Wann das Veterinäramt bei Hinweisen aus der Bevölkerung tätig wird
- Warum viele Meldungen zunächst geprüft und eingeordnet werden müssen
- Welche Maßnahmen möglich sind – von Beratung über Auflagen bis zur Fortnahme von Tieren
- Weshalb private Tierhaltung oft mit sozialen, finanziellen oder gesundheitlichen Problemen zusammenhängt
- Warum exotische Tiere wie Schlangen oder Echsen besondere Herausforderungen mit sich bringen
- Was Qualzuchten sind und warum „niedlich“ kein gutes Anschaffungskriterium ist
- Warum Katzenkastration ein wichtiges Thema im ländlichen Raum bleibt
- Wie Nutztierhaltungen im Landkreis kontrolliert werden
- Welche Regeln für Tiertransporte gelten – und warum lange Transporte besonders kritisch sind
Deutlich wird in der Folge: Tierschutz ist selten schwarz-weiß. Zwischen persönlichem Empfinden, rechtlichen Mindeststandards und tatsächlichem Tierleid liegt oft ein großer Unterschied. Das Veterinäramt muss genau prüfen, abwägen und verhältnismäßig handeln. Ziel ist nicht zuerst Strafe, sondern Verbesserung – damit Tiere artgerecht gehalten, versorgt und geschützt werden.
Wichtig für Bürgerinnen und Bürger:
Wer den Eindruck hat, dass ein Tier nicht tierschutzgerecht gehalten wird, sollte sich direkt an den Landkreis Wittenberg wenden. Hilfreich sind möglichst genaue Angaben: Was wurde beobachtet? Wo befindet sich das Tier? Wer hält das Tier? Je konkreter der Hinweis ist, desto besser kann das Veterinäramt prüfen, ob ein Einschreiten notwendig ist.
Hilfreiche Links aus der Folge:
- Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Wittenberg
- QUEN – Qualzucht-Evidenz Netzwerk
- Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz – Merkblätter und Empfehlungen
- Tierschutzgesetz
- Tierschutz-Hundeverordnung
- Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung
Jetzt reinhören:
Erfahren Sie, warum Tierschutz viel mit Verantwortung, Wissen und manchmal auch mit unbequemen Entscheidungen zu tun hat – und weshalb vor jeder Tieranschaffung eine ehrliche Frage stehen sollte: Kann ich diesem Tier wirklich gerecht werden?
Wie immer gilt: Abonnieren Sie Passierschein A38 überall da, wo es gute Podcasts gibt – und geben Sie uns gern Feedback oder Themenvorschläge per Mail an presse@landkreis-wittenberg.de.
Redaktion: Alexander Baumbach, Pressesprecher Kreisverwaltung Wittenberg, und Ella KrügerGesprächspartner: Dr. Thomas Moeller, Leiter Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz, und Janet Tietke, Abteilung Tierschutz, Tierseuchen und FuttermittelüberwachungTechnik und Produktion: Alexander Baumbach und Ella Krüger






