Landkreis Wittenberg erhält 13 Millionen Euro für 2. Glasfaserausbauprojekt

Ministerpräsident Sven Schulze und Bundestagsabgeordneter Sepp Müller überbrachten im Forstbetrieb von Burkhard Schröter die Fördermittelbescheide für den Breitbandausbau im ländlichen Raum an den Landrat Christian Tylsch, der damit in Coswig, Lutherstadt Wittenberg und Kemberg arbeiten wird. Foto: Baumbach
(v.l.n.r.) Landtagsabgeordnete Karin Tschernich-Weiske, Ministerpräsident Sven Schulze, Landrat Christian Tylsch, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kemberg Steffi Kirschke-Fricke und Bundestagsabgeordneter Sepp Müller, Foto: Landkreis Wittenberg - A. Baumbach

Ein starkes Signal für den ländlichen Raum: Mit der symbolischen Übergabe zweier Förderbescheide fällt der Startschuss für das zweite geförderte Glasfaserausbauprojekt im Landkreis Wittenberg. Voraussichtlich rund 13 Millionen Euro fließen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur, um 32 bisher unterversorte Ortsteile in den Städten Coswig (Anhalt), Kemberg und der Lutherstadt Wittenberg, in welchen jetzt und in Zukunft kein eigenwirtschaftlicher Ausbau von Telekommunikationsunternehmen zu erwarten ist, an ein gigabitfähiges Netz anzuschließen.

Dazu erhielt der Landkreis Wittenberg, vertreten durch Landrat Christian Tylsch, am vergangenen Montag in den Örtlichkeiten des im Coswiger Ortsteil Düben ansässigen Unternehmens Forst- und Umweltdienst Burkhard Schröter aus den Händen des Bundestagsabgeordneten Sepp Müller sowie des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Sven Schulze in einem symbolischen Akt jeweils die begehrten Förderbescheide des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt. Zur Übergabe ebenfalls anwesend waren die Landtagsabgeordnete Karin Tschernich-Weiske sowie der Bürgermeister der Lutherstadt Wittenberg André Seidig, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kemberg Steffi Kirschke-Fricke und der Bauamtsleiter der Stadt Coswig Michael Audörsch.

Kombinierte Förderung für den digitalen Fortschritt

Durch die Kombination von Bundes- und Landesmitteln wird eine sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen, was den Weg für über 2.500 neue Glasfaseranschlüsse freimacht. Dabei stellt der Bund auf der Grundlage der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 für das Projekt 7.953.000 Euro und damit einen Anteil von 60 % der Förderung bereit. Die ergänzenden Landesmittel belaufen sich auf 5.302.000 Euro. Anzumerken ist, dass es sich hierbei noch um vorläufige Zahlen handelt. Erst mit dem Abschluss des derzeit laufenden Auswahlverfahrens, in welchem leistungsfähige Telekommunikationsunternehmen für den Netzausbau und den Netzbetrieb gebunden werden, steht dann die abschließende Höhe der Wirtschaftlichkeitslücke fest. Die Kreisverwaltung übernimmt die Projektkoordination, um die Kommunen administrativ zu entlasten.

Die neue Infrastruktur ermöglicht symmetrische Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde an allen ausgebauten Adressen. Damit ist das Netz nicht nur für Homeoffice und Streaming gerüstet, sondern erfüllt auch die Anforderungen zukünftiger digitaler Anwendungen. Die Wettbewerbsfähigkeit der im ländlichen Raum ansässigen Unternehmen, wie dem gastgebenden Forst- und Umweltdienst Burkhard Schröter, bleibt gesichert und Standorte können langfristig erhalten oder sogar weiterentwickelt werden.

Folgende Ortsteile profitieren direkt von der Förderung:

  • in Coswig (Anhalt): Düben, Göritz, Hubertusberg, Luko, Möllensdorf, Serno, Thießen, Wahlsdorf, Wörpen
  • in Kemberg: Ateritz, Bietegast, Boos, Gaditz, Gniest, Gommlo, Naderkau, Rötzsch, Schleesen, Lubast, Oppin, Uthausen, Wachtmeister.
  • Lutherstadt Wittenberg: Abtsdorf, Assau, Berkau, Euper, Grabo, Karlsfeld, Mochau, Schmilkendorf, Straach Thießen

Nach der Beauftragung der Telekommunikationsunternehmen erfolgen die Beantragung und die Bewilligung der finalen Fördermittel. Anschließend sind die Planungs- und Genehmigungsphase sowie ein zügiger Baustart angedacht.

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