Nach rund einem Jahr Bauzeit steht die Turnhalle am Gymnasium in Jessen wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Landrat Christian Tylsch übergab die modernisierte Halle im Rahmen eines kleinen Termins gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schule, der Stadt Jessen sowie der beteiligten Planer und Unternehmen wieder an die Schulgemeinschaft.
Das Turnhallengebäude wurde 1995 errichtet. Viele der nun erneuerten Bauteile stammten noch aus dieser Zeit. Ziel der Maßnahme war es daher, die Halle technisch zu modernisieren und für den weiteren Schul- und Vereinssport zukunftsfähig aufzustellen.
Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag auf dem Glasdach im Hallenbereich. Die ursprünglich vorhandene außenliegende Verschattung hatte in den vergangenen Jahren zunehmend Defekte aufgewiesen und war schließlich komplett ausgefallen. Dadurch kam es vor allem in den Sommermonaten zu starker Blendwirkung und zu einer deutlichen Erwärmung der Halle. Im Zuge der Sanierung wurde die Glasdachkonstruktion daher vollständig erneuert und mit einem integrierten Sonnenschutz ausgestattet. Eine vorherige Wirtschaftlichkeitsprüfung hatte gezeigt, dass diese Lösung langfristig sinnvoller ist als eine Reparatur beziehungsweise Erneuerung der bisherigen Verschattung.
Darüber hinaus wurde der Sportboden erneuert. Diese Maßnahme war ursprünglich erst für das Jahr 2027 vorgesehen, wurde jedoch vorgezogen, um Bauabläufe sinnvoll zu bündeln und zusätzliche Schutzmaßnahmen während der Bauphase zu vermeiden. Auch die Duschen wurden grundlegend modernisiert und neu angeordnet. Die neuen Anlagen verfügen über sensorgesteuerte Armaturen und eine integrierte Hygienespülung.
Weitere Arbeiten umfassten unter anderem die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik sowie verschiedene Anpassungen an der Lüftungssteuerung und der technischen Gebäudeausrüstung.
Die Kostenschätzung für das Projekt lag im Mai 2025 bei rund 1,399 Millionen Euro. Der aktuelle Kostenstand beträgt etwa 1,466 Millionen Euro. Die Steigerung von rund fünf Prozent ist vor allem auf Mengenmehrungen und zusätzliche Begleitmaßnahmen während der Bauphase zurückzuführen.
Im Ergebnis der Vergaben konnten überwiegend regionale Unternehmen als Bestbieter beauftragt werden. Lediglich beim Sportboden handelte es sich um eine spezialisierte Leistung, für die kein regionaler Anbieter zur Verfügung stand.
Landrat Christian Tylsch dankte bei der Übergabe insbesondere dem Planer Ulrich Pabst für die zuverlässige Begleitung des Projekts sowie den beteiligten Firmen und den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung für die Umsetzung der Baumaßnahme. Ein besonderer Dank galt außerdem den beiden Hausmeistern der Schule, Herrn Eckelmann und Herrn Pankewitz, die das Bauvorhaben trotz knapper Personaldecke jederzeit unterstützt haben.
Als kleines Einweihungsgeschenk brachte der Landrat fünf Spikeball-Sets mit, die künftig im Schulsport genutzt werden können. Das schnelle Ballspiel fördert Koordination, Reaktionsfähigkeit und Teamarbeit – und dürfte in der frisch sanierten Halle künftig für zusätzliche Bewegung sorgen.