Jagdgenossenschaften wollen an Erfolg anknüfen

Landrat Christian Tylsch und Rechtsanwalt Hartmut Meyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sachsen-Anhalt
Landrat Christian Tylsch und Rechtsanwalt Hartmut Meyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sachsen-Anhalt im Ausbildungszentrum für Brand- und Katastrophenschutz.

Die Kreisverwaltung bleibt nach dem Erfolg am Ball – und plant schon die nächste Weiterbildung für Vorstandsmitglieder von insgesamt 136 Jagdgenossenschaften im Landkreis Wittenberg.

Am 1. Februar 2024 fand eine erfolgreiche Schulung für Vorstandsmitglieder von Jagdgenossenschaften statt, die in Kooperation zwischen der Kreisverwaltung Wittenberg und der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sachsen-Anhalt organisiert wurde. Als Experten waren neben dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwalt Hartmut Meyer auch Rechtsanwalt und Notar Dr. Benjamin Munte, Frau Rechtsanwältin Anja Naumann sowie Dirk Model von der Firma GIS GmbH Leipzig geladen. Die Veranstaltung, die in der Gaststätte „Weintraube“ in Kemberg abgehalten wurde, widmete sich intensiv dem Jagdrecht, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Vorstandsmitgliedern der Genossenschaften. Nach viereinhalb Stunden angeregter Diskussion und Wissensvermittlung zeigte sich ein deutliches Interesse der Teilnehmenden an einer Fortsetzung und Vertiefung dieses Formats.

Jagdgenossenschaften wünschen sich individuellere Formate und mehr Diskussion

Aufgrund des positiven Echos ist nun geplant, diese Bildungsangebote regelmäßig zu etablieren, mit einem Fokus auf noch individuellere Diskussionsrunden und Problemlösungen. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits gemacht: Ein Treffen zur Raumbesichtigung fand am Montag im Ausbildungszentrum für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Wittenberg statt. Teilgenommen habt neben Rechtsanwalt Hartmut Meyer auch Landrat Christian Tylsch. Ziel ist es, die nächste Veranstaltung Anfang 2025 in diesen Räumlichkeiten zu organisieren, um optimal auf die Wünsche und Bedürfnisse der Jagdgenossenschaften einzugehen.

„Es ist ein Ehrenamt, das oft mehr mit dem Jonglieren von Paragraphen als mit der romantischen Vorstellung von Wald und Flur zu tun hat. Aber genau deshalb sind solche Veranstaltungen wichtig: Um das Rüstzeug zu erhalten, durch den Dschungel des Jagdrechts zu navigieren – ohne dabei den Wald vor lauter Bäumen aus den Augen zu verlieren. Nicht zu vergessen sind die Jagdgenossenschaften selbst, die diese Schulung dankbar annehmen. Das positive Feedback und die praxisnahen Themenvorschläge haben maßgeblich dazu beigetragen, dass eine so zielgerichtete und relevante Veranstaltung konzipiert werden konnte. Und da freue ich mich auch jetzt schon über eine Neuauflage“, erklärte Landrat Christian Tylsch.