Oranienbaum-Wörlitz

Die Kleinstadt liegt zum größten Teil im Biosphärenreservat Mittelelbe und besticht durch ihre außergewöhnliche Verbindung von Landschaft, Architektur und Geschichte. Der Wörlitzer Park ist heute Teil der UNESCO-Welterbestätte Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit jährlich über einer Million Besucher. Die Wörlitzer Anlagen wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als erster englischer Landschaftsgarten auf dem Kontinent geschaffen und erstrecken sich an einem Seitenarm der Elbe auf einer Fläche von ca. 112,5 Hektar.

Im Stadtteil Oranienbaum können Sie den deutschlandweit besterhaltenen englisch-chinesischen Garten entdecken, der auch das berühmte Schloss Oranienbaum beherbergt, welches von direkten Vorfahren des regierenden niederländischen Königshauses erbaut wurde. In dem Inselgarten finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten wie die fünfgeschossige Pagode und das Teehaus. Am Rande des Parks befindet sich mit einer Länge von 175 Metern eine der größten Orangerien Europas. Und auch im Schloß selbst sind viele Räume im chinesischen Stil gestaltet.

Kontakt

Stadtverwaltung Oranienbaum-Wörlitz
Franzstraße 1
06785 Oranienbaum
+49 34904 403-0
+49 34904 403-33

info@oranienbaum-woerlitz.de
www.oranienbaum-woerlitz.de

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Ortsteile

Maik Strömer

Bürgermeister

Ausflugsziele

Schloss und Park Oranienbaum: Hollandfeeling in Deutschland

Oranienbaum Schloss

Das Schloss Oranienbaum bildet gemeinsam mit seinem Park und der Stadt Oranienbaum ein herausragendes architektonisches Ensemble im niederländischen Barockstil, das seinesgleichen in Deutschland sucht. Die Stadt und das Schloss mit samt dem Park sind geometrisch aufeinander ausgerichtet.

Diese historische Perle wurde auf Wunsch von Henriette Catharina, der Gemahlin von Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau, erbaut. Ursprünglich als Sommerresidenz konzipiert, wurde es später zu ihrem Witwensitz erweitert und ausgebaut.

Schloss Oranienbaum trägt ein unverkennbares holländisches Flair. Der holländische Baumeister Cornelis Ryckwaert spielte hierbei eine entscheidende Rolle.

Die Innenräume des Schlosses sind mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden ausgestattet, die den Glanz vergangener Zeiten bewahren. Hier kann unter anderem der Sommerspeisesaal, der Ledertapetensaal und der Spiegelkristallsaal bestaunt werden.

Während eines Besuchs können Sie den historischen Garten erkunden, der im Sommer mit zahlreichen Zitrusgewächsen geschmückt ist. Der Englisch-chinesische Garten, der einzige erhaltene seiner Art in Deutschland, beherbergt das aufwendig restaurierte Chinesische Haus, eine fünfgeschossige Pagode, diverse Findlinge und mehrere Bogenbrücken, die architektonische Höhepunkte setzen.

Ein besonderes Highlight ist die Orangerie, eine der längsten in Europa. Seit 1812 dient sie ununterbrochen der Aufzucht von Zitruspflanzen und ist ein lebendiges Zeugnis der Geschichte.

Erkunden Sie die Schönheit und die Geschichte von Oranienbaum. Lassen Sie sich von diesem holländischen Kleinod in Deutschland verzaubern.

Schloss und Park Oranienbaum gehören zum UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Wörlitzer Park

Heute:
Der Park erstreckt sich auf eine Fläche von 112,5 Hektar und hat jährlich über eine Million Besucher. Von Mai bis September finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier können Sie flanieren, dinieren, entspannen, die zahlreichen Wege auch mit dem Fahrrad erkunden und mit einer Gondel über den See schippern.

Geschichte:
Im Jahr 1765 schmiedete Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, ein leidenschaftlicher Bewunderer Englands, einen mutigen Plan. Er träumte von einem weitläufigen Park, inspiriert von englischer Pracht, und nur vier Jahre später erhob sich auch das prächtige klassizistische Schloss Wörlitz in seiner ganzen Pracht.

Der malerische Landschaftsgarten, umgeben von klassizistischer und neugotischer Architektur, markiert den Höhepunkt eines außergewöhnlichen Programms zur Verschönerung und Bereicherung des Lebens in dieser Region. Fürst Franz investierte 35 Jahre in die Schaffung dieses Gartens. Im Zentrum stand die Idee, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Er bot Raum für Erholung und diente gleichzeitig dem Obstanbau, der Landwirtschaft und der Viehzucht.

Besonders bemerkenswert war von Anfang an die Entscheidung, diese Pracht für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen – ganz im Sinne des Aufklärungszeitalters. Die beeindruckenden Gartenbilder und architektonischen Meisterwerke, einschließlich eines faszinierenden Brückenprogramms, laden auch heute noch zu einer Reise durch Raum und Zeit ein. Die 17 malerischen Wasserüberquerungen erzählen die spannende Geschichte der Ingenieurskunst. Die künstliche Insel Stein vermittelt auch heute noch einen Vorgeschmack auf die zauberhafte Umgebung Neapels!

Insgesamt sind fünf verschiedene Gartenbereiche geschickt miteinander verwoben, und zahlreiche architektonische Meisterwerke, Skulpturen und sorgfältig gepflegte Gehölze fungieren als visuelle Ankerpunkte, die weit in die umliegende Landschaft hineinreichen. Dank kontinuierlicher Restaurierungsarbeiten hat dieser Garten nichts von seiner zeitlosen Schönheit und Faszination eingebüßt.