Kemberg

Die Stadt Kemberg und ihre Ortsteile haben zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sowohl geschichtlich als auch kulturell von Bedeutung sind. In Ateritz befinden sich das Bertha- und das Reitergrab, welche Einblick in die frühe Besiedlungsgeschichte der Region geben. In Gniest kann man die „Lutherrose“ am Kriegerdenkmal bewundern, welche als einzige in ganz Deutschland zu finden ist. 

In Kemberg selbst gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dazu zählen der Stadtturm, der aufgrund seiner imposanten Größe schon von Weitem zu sehen ist, sowie der Marktplatz mit spätgotischem Rathaus und Renaissancebauten. Auch die kursächsische Distanzsäule auf dem Marktplatz, die Stadtmauer aus dem frühen 14. Jahrhundert und der Kemberger Burgwall sind sehr sehenswert. Hinzu kommen noch der Gedenkstein für Ernestine Reiske und Bartholomäus Bernhardi sowie der alte Bahnhof. 

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Torsten Seelig

Bürgermeister

Ausflugsziele

Kemberg – St. Marien

Kemberg St. Marien

Wer den Spuren Martin Luthers folgen möchte, kommt an einem Besuch der Kemberger Kirche St. Marien nicht vorbei. Insgesamt soll der berühmte Reformator 13 Predigten von der Kemberger Kanzel gehalten haben. Die zwischen 1290 und 1340 errichtete evangelische Stadtkirche zeichnet sich besonders durch ihre zahlreichen Wandmalereien aus. Auch beherbergt sie die einmalig in der Region gegebene Empore, die mit einem Bilderzyklus von 35 Szenen aus dem ersten Buch Moses bestückt ist. Die dargestellten Szenen reichen von der Erschaffung der Welt und des Menschen, über die Sintflut, Jakobs Segnung und den Traum des Pharaos.

Die Kirche besitzt eine Vielzahl von sehenswürdigen Ausstattungsstücken, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, wie das  Sakramentshäuschen, das von Kurfürst Friedrich dem Weisen gestiftet wurde, und die Kanzel aus dem Jahr 1590. Von 1565 bis zum Schwelbrand vom 8./9. November 1994 war der von Lucas Cranach dem Jüngeren geschaffene Flügelaltar der künstlerische Höhepunkt der Kirche. Bevor der größte Teil des Altars in den Flammen des Feuers zerstört wurde, schmückten Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament den Flügelaltar. Die verbliebenen Reste, werden heute in der ehemaligen Sakristei aufbewahrt.

Bekannt unter dem Namen Kirche Unser Lieben Frauen, steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Wittenberg im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und ist eine verlässlich geöffnete Kirche. Die Öffnungszeiten im Sommer sind wochentags von 10:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 17:00 Uhr und nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Kirche ist eine Station am Lutherpilgerweg und verfügt über einen besonderen Gebetsort sowie Angebote für Kinder und Führungen.

Kemberg Stadtmauer
Einst mit der Funktion Feinde und Gefahren von der Stadt fernzuhalten, gilt die Stadtmauer von Kemberg heute als beeindruckendes Zeugnis der mittelalterlichen Stadtgeschichte und wichtiger Bestandteil des Stadtbildes. Sie wurde im 14. Jahrhunder errichtet und führt um den gesamten Stadtkern. Trotz der Brandschatzung durch Hussiten im Jahr 1429, bei der die Mauer schwer beschädigt wurden, sind noch heute große Teile erhalten geblieben und können besichtigt werden. Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer ist eine lohnende Aktivität für Touristen, die die
Geschichte der Stadt erleben möchten.

Kirche Bergwitz

Die St. Petri Kirche in Bergwitz stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ein beeindruckendes Beispiel romanischer Architektur. Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erfahren, aber ihre historische Bedeutung und Schönheit sind bis heute erhalten geblieben.

Tauchen Sie ein in die Landschaft der Elb- und Heidelandschaft und entdecken Sie bis heute gehütete Schätze der Natur im Waldhaus am Bergwitzsee. Das Bildungs- und Bewegungszentrum ist ein barrierefreier Ausstellungs-,Erlebnis- und Bewegungsbereich für kleine und große Naturliebhaber. Hier bekommen die Besucher in der Mitmachausstellung die Möglichkeit sich im Rahmen der drei Themenschwerpunkte Wald, Wasser und Mensch aktiv zu beteiligen. Die Ausstellung beinhaltet Modelle, benutzergeführte Monitore und verschiedene Verweil-, Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten. Dabei steht das Sammeln wertvoller Anregungen und Informationen über den Naturpark Dübener Heide im Vordergrund. Das Waldhaus liegt nur wenige Meter vom Bergwitzsee entfernt und ist eine gute Anlaufstelle für Touristen mit oder ohne Kinder, die sich für die Natur und die Menschen der Region interessieren.

Bergwitzsee mit Volleyballfeld

Der Bergwitzsee, ein idyllischer Bergbaufolgesee im Landkreis Wittenberg, gehört zu einer der beliebtesten Badeseen in Sachsen-Anhalt. Entstanden aus dem ehemaligen Braunkohletagebau „Roberts Hoffnung“, zeichnet sich die rekultivierte Naherholungslandschaft durch eine naturbelassene Uferregionen, einen großen Badestrand, viele Freizeitangebote und eine ausgezeichnete Gewässerqualität aus. Besucher können den öffentlichen Sandstrand mit Imbiss, einen Naturspielplatz für Kinder und spezielle Bereiche für FKK-Baden, Hundebaden und Seezugang für Pferde genießen.

Die sauberen und klaren Gewässer laden zum Schwimmen, Baden und zu verschiedenen Wassersportaktivitäten ein. Auch Fahrradfahrer kommen auf ihre Kosten, da der Europaradweg R1, der Radweg Berlin-Leipzig und die KOHLE|DAMPF|LICHT-Radroute in der Nähe des Bergwitzsees verlaufen. Es gibt viele gut ausgeschilderte Wander- und Radwege, die durch die malerische Landschaft der Region führen und zum Beispiel an der Hoffmannshöhe einen atemberaubenden Blick auf den Bergwitzsee und die umliegenden Wälder bieten. Sportlich geht es auch beim jährlich stattfindenden  Bergwitztriathlon zu, einem volkssportlich geprägten Triathlon über die Sprintdistanz.

Dem nicht genug bietet das Bergwitzsee Ferienresort Unterkünfte wie Campingplätze, Caravaning, Bungalows, Ferienwohnungen und sogar schwimmende Ferienhäuser. Nur wenige Meter vom Ufer des Sees entfernt, lockt die Anlage ganzjährig Besucher an, unter denen sich auch etliche Einheimische befinden. Auch für sie ist der See ein beliebtes Ziel mit Urlaubsfaktor.

Ursprünglich als Braunkohletagebau entstanden, wurde das Restloch des Tagebaus durch den natürlichen Zulauf von Grund- und Niederschlagswasser geflutet. Heute verfügt der Bergwitzsee über eine Wasserfläche von 183 Hektar, eine Maximaltiefe von 35 Metern und eine Uferlinie von 8,2 Kilometern. Der See wird von sieben Quellen gespeist, was für eine ausgezeichnete Wasserqualität sorgt. Der Bergwitzsee bietet somit ein ideales Reiseziel für Touristen, die Natur, Wassersport und Erholung suchen.

 

An der B100, zwischen Lutherstadt Wittenberg und Gräfenhainichen in der Stadt Kemberg, können Besucher ein historisch-technisch wertvolles Denkmal bestaunen. Die Bockwindmühle in Bergwitz ist eine der ältesten Mühlen der Region und somit Ausdruck damaliger Mühlentechnik. Obwohl ihre
Ruten (Flügel) fehlen, geht von ihr etwas faszinierendes aus, so ist sie mit ihrer Einzigartigkeit zu einem Wahrzeichen seiner Zeit geworden.

Im Jahr 1848 wurde die Mühle erstmals von Vizerichter Gottfried Vogt als Getreidemühle erbaut und mit einem Mahlgang sowie einem Hirsestampfwerk ausgestattet. Nachdem sie im Jahr 1903 durch einen Sturm zerstört wurde, fand ihr Wiederaufbau zwei Jahre später 1905 statt. Im Laufe der Zeit wurde die Mühle von verschiedenen Eigentümern übernommen, bis ihr Betrieb 1966 endgültig eingestellt wurde. Im Jahr 2004 kaufte die Gemeinde Bergwitz das Grundstück, woraufhin auch
gleich die Sanierungsarbeiten begannen. Aus finanziellen Gründen musste diese jedoch alsbald eingestellt werden. Bis ins Jahr 2020 verzögerte sich die Instandsetzung. Ziel ist die Schaffung einer Schaumühle, wo die Bevölkerung, insbesondere die junge Generation, Gelegenheit erhält, sich mit der Geschichte der alten Mühlentechnik und dem Müllerleben zu beschäftigen.

Etwa 12 km südöstlich von Lutherstadt Wittenberg an der Elbe liegt Wartenburg, ein Ortsteil der Stadt Kemberg in Sachsen-Anhalt. Die Geschichte des kleinen Städtchens reicht bis in das Jahr 1176 zurück, in dem Wartenburg erstmals als „Wardenberch“ urkundlich Erwähnung findet. Historisch bekannt wurde die Stadt durch die Schlacht bei Wartenburg während der Befreiungskriege im Jahr 1813, die zugunsten der preußischen und russischen Truppen ausfiel. Unter dem preußischen General Yorck erkämpften sie den strategisch entscheidenden Elbübergang Blüchers. Aufgrund seines Verdienstes erhielt Yorck den Ehrentitel „Graf von Wartenburg“.

Wer mehr über die Geschichte Wartenburgs erfahren möchte, sollte so manchen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten. Sehenswert sind insbesondere das Schloss Wartenburg, das während der Befreiungskriege als Hauptquartier für die Verbündeten diente, die Kirche St. Petri, das Yorck-Denkmal und das Diorama der Schlacht bei Wartenburg. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten gibt es in Wartenburg auch ein Naturschutzgebiet namens „Großer Streng“, das unter anderem für Biber, Störche und Fischreiher ein wichtiger Lebensraum ist.

Wartenburg beherbergt ebenso viele verschiedene Vereine, wie den CCW Wartenburg, den Förderkreis 1813 e.V., den Sportverein Germania 08, den Schützenverein, den Feuerwehrverein und den Angelverein.

Der Ort ist auch Teil des Elberadwegs R1, der von Dresden bis nach Hamburg führt und über die Elbfähre in Elster auch für Abstecher nach  Wartenburg genutzt werden kann.

Insgesamt bietet Wartenburg eine idyllische Lage in der Elbaue, historische Sehenswürdigkeiten, Naturerlebnisse und ein lebhaftes Vereinsleben.