1989-1990: Zeiten des Umbruchs

1989-1990: Zeiten des Umbruchs

Das Jahr 1989 steht im Zeichen der friedlichen Revolution. Dieser Prozess des gesellschaftspolitischen Wandels ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung.

Am 06. Mai 1990 finden in der DDR die ersten freien Kommunalwahlen statt. Durch das Ländereinführungsgesetz  wurde das Land Sachsen-Anhalt zum 14. Oktober 1990, dem Tag der Landtagswahl, wieder errichtet. Die gesellschaftliche Neuordnung und Umstrukturierung gingen einher mit einer veränderten, völlig neuen Struktur und Arbeitsweise der Verwaltung des Kreises Wittenberg.  Diese neue Struktur ist, „schrittweise und entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen“, ab 01. Mai 1990 durch Beschluss des Rates des Kreises für rechtswirksam erklärt worden. Im Protokoll heißt es: „Durch die Mitglieder des Rates des Kreises ist zu gewährleisten, daß die Vorschläge zum Einsatz der Mitarbeiter auf der Grundlage von Fach- und Sachkompetenz erarbeitet werden und unter Beachtung der gesellschaftlichen Erfordernisse erfolgen.“

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Wittenberg umbenannt. Die Bezeichnungen „Landrat“ und „Landkreis“ werden, erstmalige seit 1952, wieder eingeführt. Auch das im Jahr 1939 verliehene Wappen findet seit 1990 wieder Anwendung.

Dem Landkreis Wittenberg gehörten zu dieser Zeit 91640 Einwohner in 5 Städten und 35 Gemeinden  (einschließlich deren Ortsteilen) an.

Die Bestände des Kreisarchivs Wittenberg, umfassen von schriftlichen Dokumenten und Unterlagen aus der Verwaltungstätigkeit des Rates des Kreises/ Landkreises bis hin zu Tonaufzeichnungen ein Spektrum an Informationen, die diese Zeit des Umbruchs auf besondere Weise erlebbar machen.