Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

Leistungsbeschreibung

Angebote des Jugendschutzes sollen junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zur Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber den Mitmenschen führen; z.B. durch Präventionsarbeit gegen Gefährdungen durch Sucht, Medien, Gewalt, sexuellen Missbrauch, ideologische Gefährdungen und Gefährdungen in der Öffentlichkeit.

Erziehungsberechtigte sollen befähigt werden, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, z.B. durch Information, Beratung, Fortbildung.

Präventive Aufgabe des Kinderschutzes ist es, verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit der zuständigen Leistungsträger und Institutionen im Kinderschutz mit dem Ziel aufzubauen und weiterzuentwickeln, sich gegenseitig über das jeweilige Angebot und Aufgabenspektrum zu informieren, strukturelle Fragen der Angebotsgestaltung – und Entwicklung zu klären, sowie Verfahren im Kinderschutz aufeinander abzustimmen.

Das „staatliche Wächteramt“ resultiert aus Art. 6 GG und ist von der öffentlichen Jugendhilfe, insbesondere von den Jugendämtern, wahrzunehmen. Es umfasst neben den präventiven Maßnahmen zum Kinderschutz auch - beim Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung - die eigenständige öffentlich Erziehungsbefugnis und -pflicht.

Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen (z.B. Kita, Schule, Polizei, Kinderärzte, Vereine u.a.m.) haben bei der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung im Einzelfall gegenüber dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe Anspruch auf Beratung. Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Beratung bei der Entwicklung und Anwendung fachlicher Handlungsleitlinien.

Aufgabe der „Frühe Hilfen“ ist der Aufbau und die Vorhaltung eines möglichst frühzeitigen, koordinierten und multiprofessionellen Angebotes im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern vor allem in den ersten Lebensjahren. Sie dienen der Unterstützung von Eltern in Erziehungsrecht und Erziehungsverantwortung, insbesondere durch Information, Beratung und Hilfe.

Sie sollen die frühzeitige Erkennung von Risiken für die Entwicklung von Kindern ermöglichen und Gefährdungen vermeiden und Schädigungen abwenden.

Die Inobhutnahme ist eine vorläufige Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen außerhalb des elterlichen Haushaltes, sofern es/er darum bittet bzw. wenn eine dringende Gefährdung für das Wohl des Kindes/Jugendlichen absehbar ist oder wenn er ausländischer Herkunft und unbegleitet eingereist ist.

Leistungsumfang

  • Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
  • Netzwerk "Kinderschutz"
  • Netzwerk "Frühe Hilfen und Familienhebammen"
  • Kinderschutzfachstelle
  • Mobile Suchtprävention
  • Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen

zurück