Wie Sie die Corona-Krise als Familie gut meistern

Die Arbeitsgemeinschaft Erziehungs- und Familienberatung im Landkreis Wittenberg hat einige Tipps zusammengestellt, wie man die Corona-Krise als Familie gut meistern kann.

Im PDF-Dokument am Ende dieser Seite finden Sie alle Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten. Ein persönlicher Besuch ist leider nicht möglich, aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stehen Ihnen telefonisch und per Mail weiterhin zur Verfügung.

Hier nun ein kleiner Auszug an Möglichkeiten:

Für die ganze Familie

  • Gehen Sie täglich für eine halbe Stunde gemeinsam nach draußen und suchen Sie Bewegungsmöglichkeiten je nach Alter der Kinder und in dem Rahmen, wie es erlaubt ist.
  • Kochen oder Backen Sie gemeinsam was Sie als Familie mögen und woran sie Freude haben, es miteinander zu essen. Auch in anderen Bereichen können Sie die Kinder ruhig einbinden und ihnen ihrem Alter entsprechende Aufgaben geben.
  • Ein Klassiker sind Brettspiele. Die machen Freude und vermitteln wichtige soziale Lerneffekte.

Zeit für Mich ist Zeit für Dich - Eltern

  • Die Herausforderung ist immer, einen Mittelweg zu finden. Dabei dürfen Sie sich selbst nicht vergessen. Nicht immer ist eine Zeit „für sich allein“ möglich. Sorgen Sie dennoch dafür, dass auch Sie ausreichend Zeiten zur Entspannung haben. Tun Sie etwas, das Ihnen guttut. Helfen kann Ihnen dabei eine Tagesstruktur: regelmäßige Mahlzeiten, klare Ausruhzeiten, Freizeit, geregelte Medienzeiten, Zeit für Hausaufgaben und Homeoffice usw.

Kindergartenkinder

  • Viele Spielzimmer sind voller Spielzeug, sodass das breite Angebot auch eine
    Überforderung für kleinere Kinder ist. Unser Tipp: Sortieren Sie einen Teil des Spielzeugs aus und verstauen Sie es in einer Extra-Kiste. Tauschen Sie das Spielzeug im Kinderzimmer nach geraumer Zeit aus. So entstehen Abwechslung, Spannung und Übersichtlichkeit.
  • Kinder lieben Geschichten. Inhalte zu verstehen und wiedergeben zu können, ist daher auch eine gute Übung für Vorschulkinder. Lesen Sie Ihren Kindern vor und lassen Sie ihr Kind den Inhalt erfassen. Vielleicht möchte Ihr Kind selbst auch eine Geschichte erfinden oder spielen?
  • Auch Malen und Basteln macht Kindern in diesem Alter Freude.
  • Bewegung ist wichtig, aber das Vorhaben „Spazieren“ sorgt in diesem Alter selten für Jubel. Kinder wollen hüpfen, toben, rennen, balancieren. Gestalten Sie also Ihren Spaziergang so, dass auch die Kleinen ihre Freude daran haben.
  • Medien spielen gerade jetzt eine große und wichtige Rolle. Achten Sie darauf, was Ihr Kind im Fernsehen sieht!

Grundschulkinder

  • Spielerisches Lernen ist der Schlüssel, damit nicht alle an den Schulaufgaben verzweifeln. Bauen Sie Zählen, Rechnen oder Lesen in den Alltag mit ein. Helfen Sie Ihrem Kind zusätzlich bei den Aufgaben, indem Sie zu Hause eine Lernatmosphäre schaffen, die die Konzentrationsfähigkeit des Kindes unterstützt. Dazu gehört ein ruhiges und ordentliches Umfeld aber auch kleinere Konzentrationseinheiten von 20 min. Legen Sie Pausen ein und wechseln Sie die Aufgabe danach. Auch für das Kind ist die Situation neu. Deshalb: Loben Sie Ihr Kind, wenn es Dinge gut macht oder eine Zeit lang konzentriert arbeiten kann, legen Sie klare Zeiten und Pausen gemeinsam fest. Eine Eieruhr kann hierbei hilfreich für die Orientierung des Kindes sein.
  • Vorlesezeit ist eine besonders intensive Zeit zwischen Kindern und Eltern. Je nach Alter des
    Kindes können Sie auch gemeinsam ein Buch lesen oder die Geschichte von den Kindern nachspielen lassen.
  • Bewegung ist wichtig, aber Spazieren ist für dieses Alter noch nicht das Richtige. Grundschulkinder wollen toben, rennen oder Fahrradfahren. Gestalten Sie also Ihre Bewegungszeit so, dass auch Ihre Kinder Freude an der frischen Luft haben.
  • Medien spielen gerade jetzt eine große und wichtige Rolle. Achten Sie darauf, was Ihr Kind im Fernsehen sieht!

5. bis 7. Klasse

  • Inzwischen sind es nicht mehr nur die Hausaufgaben, die erledigt werden müssen, sondern darüber hinaus noch Vertiefungsaufgaben und die Vermittlung von neuem Lernstoff. Das ist nicht leicht, doch ein paar Tricks können schon helfen: Sorgen Sie für eine gute Lernatmosphäre. Loben Sie Ihr Kind, wenn es Dinge gut macht oder eine Zeit lang konzentriert arbeiten kann. Bemühen Sie sich um Geduld und fördern Sie ihre Kinder in der Fähigkeit, einen Teil der Verantwortung oder die gesamte Verantwortung für die Aufgaben zu übernehmen.
  • Nutzen Sie die zunehmende Selbstständigkeit der Kinder und kochen oder backen sie gemeinsam. Vielleicht können Sie erste, einfache Rezepte lernen von Mahlzeiten, die sie besonders gern mögen. Vielleicht entsteht ein eine erste Rezeptsammlung Ihres Kindes?
  • Bewegung ist wichtig. Viele Sportvereine fallen jedoch aus. Kreative Alternativen zu finden ist wichtig für den Ausgleich. Fahrradfahren, ein paar Tore (allein) schießen, Springseil springen, joggen gehen sind möglich.
  • Medien spielen gerade jetzt eine große und wichtige Rolle. Achten Sie darauf, was Ihr Kind im Fernsehen sieht!

Jugendliche

  • „Was mache ich mit meinem jugendlichen Sohn oder meiner jugendlichen Tochter?“ – Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, weil hier die Interessen immer weiter auseinandergehen. Für manche Jugendliche, die täglich viel Zeit zu Hause verbringen, ist der jetzige Zustand kein besonders großer Unterschied zum normalen Alltag. Andere Jugendliche, die viel draußen oder mit Freunden unterwegs sind, fällt die Umstellung schwerer. Bleiben Sie als Eltern gelassen, aber nehmen Sie die Bedürfnisse Ihre Kinder ernst. Zeigen Sie sich (innerhalb des offiziell Erlaubten) kompromissbereit und handeln Sie auf Augenhöhe zwischen Wunsch und Möglichkeiten Mittelwege gemeinsam aus. Strikte Verbote fördern kein Verständnis. Klären sie die Notwendigkeiten der derzeitigen Maßnahmen, seien Sie Vorbild und suchen Sie nach Kontaktmöglichkeiten zu Freunden Ihrer Kinder.
  • Bieten Sie Ihren Kindern an, Zeiten miteinander zu nutzen, um gemeinsam zu kochen oder lassen Sie sich das Lieblings-Computerspiel Ihres Kindes zeigen und spielen Sie eine Runde mit.
  • Bewegung tut auch den Jugendlichen gut! Wenn der Sportverein zu hat, müssen neue Wege gegangen, gelaufen oder gefahren werden. Egal ob zu Fuß, mit dem Skateboard oder Fahrrad. Bewegung ist erlaubt, aber mit dem nötigen Abstand von anderen Personen.
  • Zeigen Sie Verständnis für die Faszination der Medien
    für Ihre Tochter/Ihren Sohn. Weisen Sie auch auf Hörbücher hin,
    wenn Sie keine „Leseratte“ zu Hause haben. Ansonsten ist Lesen eine gute und sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Im folgenden PDF-Dokument finden Sie noch viele weiter Tipps für Familien.

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Tipps, wie Sie die Corona-Krise als Familie gut meistern!
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© Claudia Thiele E-Mail

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