Erster kommunaler Bildungsbericht ist online!

Pressefoto Bildungsbericht lächeln2Pressefoto Bildungsbericht lächeln2

Am 12. März 2018 wurde dem Kreistag der erste Bildungsbericht vorgelegt und damit der Auftrag des Gremiums aus dem Jahr 2014 erfüllt.

Der im Rahmen des Projektes „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ erarbeitete Bericht orientiert sich am lebenslangen Lernen und bildet alle Phasen einer modernen Bildungsbiografie von der frühkindlichen Bildung über Schulbildung, Ausbildung und wissenschaftliche Bildung einschließlich der Rahmenbedingungen von Bildungsprozessen in fünf Hauptkapiteln ab. Er umfasst über 330 Seiten und steht zum Download zur Verfügung (siehe unten).

Der Bildungsbericht hat eine erste Transparenz zur Bildungssituation vor Ort geschaffen. In einem nächsten Schritt sollen gemeinsam mit den Bildungsakteuren, politischen Gremien und Entscheidungsträgern sowie der interessierten Öffentlichkeit im Landkreis auf Grundlage der vorliegenden Daten Handlungsbedarfe identifiziert sowie Handlungsempfehlungen  erarbeitet und priorisiert werden, um eine gesamtkommunale  Bildungs- und Planungsstrategie für den Landkreis Wittenberg zu entwickeln. Die erste kommunale Bildungskonferenz des Landkreises Wittenberg findet am 15.11.2018 statt und bietet die Möglichkeit sich interdisziplinär über Bildungsprozesse auszutauschen und an der Bildungsstrategie des Landkreises weiter zu arbeiten.

Das Vorhaben „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ wird im Rahmen des Programmes „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

 

Rückblick 1. Bildungskonferenz

Bildungskonferenz im Stadthaus - Rede von Hr. Dr. HartmannBildungskonferenz im Stadthaus - Rede von Hr. Dr. Hartmann

Am 15. November 2018 hat die erste Bildungskonferenz „Fahrplan Bildung - eine Bildungsstrategie für den Landkreis Wittenberg“ im Stadthaus Wittenberg stattgefunden. Ab sofort steht Ihnen Dokumentation der Bildungskonferenz inklusive aller Präsentationen und Workshopergebnisse zum Download zur Verfügung. Insgesamt wurden 193 Teilnehmer registriert, welche sich auf mehr als 100 verschiedene Institutionen verteilten. Nach der Eröffnung durch die Moderatorin Frau Engler und den stellvertretenden Landrat Herr Dr. Hartmann wurde am Vormittag das Rahmenprogramm durch Schüler des Gymnasiums Jessen und des Luther-Melanchthon-Gymnasiums mit musikalischen Beiträgen und Theaterstücken ausgestaltet. Im Fachvortrag zum Thema „Bildungslandschaften gemeinsam gestalten“ beschrieb Professor Dr. de Haan, Professor für Bildungs- und Zukunftsforschung und Leiter des Instituts Futur an der Freien Universität Berlin drei verschiedene Szenarien, wie sich die Bildung in der Zukunft entwickeln könnte. Er stellte sehr eindrucksvoll dar, dass lokale Bildungslandschaften durch Kooperationen der Akteure und die Förderung individueller Lernbiografien in Zukunft eine tragende Rolle einnehmen werden. Frau Bach begleitete als besonderes Highlight die erste Bildungskonferenz mit Stift und Staffelei. Das Handgezeichnete wurde mithilfe des Graphic Recordings festgehalten, indem Sie in Echtzeit Wörter in Bilder und Zusammenhänge in Geschichten übertrug.

Im 1. Workshop gab es das MakerSpace „Digitalisierung in der Bildung“, welches von Herr Kopp moderiert wurde. Die Konferenzteilnehmer konnten Technik im schulischen Bildungsbereich an 11 verschiedenen Stationen selber erleben, austesten und sich von Schülern erklären lassen. Workshop 2 „Förderung von Schülern“ wurde von Frau Petermann geführt. Herr Kranz von der Sekundarschule Heinrich-Heine berichtete vom Produktiven Lernen als besondere Beschulungsform. Die Arbeitsphase in Gruppen widmete sich der Analyse von Erwartungen und Lösungsstrategien, um Schüler unseres Landkreises durch bildungsbereichsübergreifende Zusammenarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich noch besser unterstützen zu können. „Wie können Menschen für Bildung im Landkreis Wittenberg motiviert werden?“ war die zentrale Fragestellung des 3. Workshops, welcher von Herrn Thiel geleitet wurde. Als Praxisbeispiele stellen Frau Kirk und Frau Thom das Bildungszentrum für Beruf und Wirtschaft e. V. und Herr Bergunder vom Europäischen Jugend Kompetenz Zentrum das Projekt OpenBadges vor. Der 4. Workshop „Qualität von Bildung“, moderiert von Frau Ruge, beschäftigte sich damit, wie eine Bildungslandschaft dazu beitragen kann, die Qualität von Bildung zu verbessern. Als Praxisbeispiele wurden Produkte des Bildungsbüros zur Erhöhung der Transparenz über Bildungsangebote vorgestellt.

Bei dem abschließenden Blick in die Zukunft stellte Herr Sepp Müller, Mitglied des Bundestages, Fördermöglichkeiten des Bundes in den Bereichen Digitalisierung, Breitbandausbau, Lehrermangel und Sanierung von Schulgebäuden vor. Bildungsminister Herr Tullner erläuterte Maßnahmen des Ministeriums für Bildung im Zuge der Neueinstellung von Lehrern, wie Ausbildungsförderung, Unterricht an gewünschten Schulen oder die Schaffung finanzieller Anreize. Herr Doktor Hartmann ging in seinem Schlusswort u. a. auf die Fortführung der Projekte des Bildungsbüros ein. Bewilligungen für neue Förderperioden liegen für die Projekte „Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte“, Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ und „Job.Läuft.“ (RÜMSA) vor und der Verlängerungsantrag für das Projekt „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ wurde eingereicht. Die Ergebnisse und Aufgabenschwerpunkte, welche sich im Projektverlauf durch Austauschformate wie Workshops und Bildungskonferenz abgezeichnet haben, werden in einem nächsten Schritt gemeinsam mit Bildungsakteuren und politischen Gremien analysiert und Prioritäten festgelegt. Wir möchten uns recht herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Organisation und Durchführung der Bildungskonferenz unterstützt haben.

Datenbericht zur Bildungssituation von Menschen ausländischer Herkunft im Landkreis Wittenberg ist online

Am 23.01.2020 legte der Landkreis Wittenberg in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schule und Kultur sowie des Jugendhilfeausschusses Zahlen zur ausländischen Bevölkerung vor.

Um bedarfsgerechte Maßnahmen planen zu können, Ressourcen effizient einzusetzen und Handlungsbedarfe für diese Zielgruppe zu erkennen, spielen Daten und Fakten zum Bildungsgeschehen als Entscheidungsgrundlage eine wesentliche Rolle. Der vorliegende migrationsspezifische Datenbericht dient als Nachschlagewerk für Politik und Öffentlichkeit und schafft Transparenz über Daten zur ausländischen Bevölkerung in der frühkindlichen, schulischen und beruflichen Bildung, betrachtet jedoch auch Rahmenbedingungen von Bildungsprozessen, den Arbeitsmarkt und die sprachliche Integration.

Er wurde durch das Bildungsmonitoring und Fachcontrolling des Fachdienstes Jugend und Bildung im Zeitraum von Juli bis November 2019 erarbeitet und umfasst knapp 50 Seiten. Der Bericht bildet Entwicklungen und Tendenzen ab, verzichtet jedoch auf Interpretationen. In einem nächsten Schritt sollten diese gemeinsam erarbeitet werden, um geeignete Handlungsansätze diskutieren zu können sowie Ideen für Steuerungsaktivitäten abzuleiten.

Das Vorhaben „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ wird im Rahmen des Programmes „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Datenbericht „Soziale Problemlagen an Schulen – Mobbing, Gewalt und Suchtprävention“ ist online

IMG 9711 ©Ronald GauertIMG 9711 ©Ronald Gauert

Der Fachdienst Jugend und Bildung hat im Jahr 2019 eine Befragung aller Schulformen und Schulen zu den Themen Gewalt, Mobbing und Suchtprävention durchgeführt. Ziel der Befragung war die Erfassung von aktuellen Daten zur Betroffenheit und zum Umgang der Schulen mit diesen Herausforderungen. Der vorliegende Bericht soll dazu beitragen, soziale Problemlagen, basierend auf den Einschätzungen und Sichtweisen der Fachkräfte, zu beschreiben sowie die umfangreichen präventiven Angebote der Schulen vorzustellen.

Der Bericht wurde durch das kommunale Bildungsmonitoring im Rahmen des Projektes „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ erarbeitet. Vor der Veröffentlichung auf der Webseite des Landkreises wurde er in politischen Gremien und Fachausschüssen, wie dem Ausschuss Schule und Kultur am 16.09.2020, dem Jugendhilfeausschuss am 24.09.2020 sowie dem Ausschuss Gesundheit und Soziales am 02.11.2020, vorgestellt.

Im Fokus stand dabei, sowohl positive als auch negative Entwicklungen und Tendenzen aufzuzeigen, auf mögliche Bedarfe aufmerksam zu machen, um diese gemeinschaftlich zu diskutieren und geeignete Ansätze für Steuerungsaktivitäten abzuleiten.

Das Vorhaben „Bildungsmanagement im Landkreis Wittenberg“ wird im Rahmen des Programmes „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Bildungsleitbild des Landkreises Wittenberg

Bildungsleitbild und Maßnahmekatalog des Landkreises WittenbergBildungsleitbild und Maßnahmekatalog des Landkreises Wittenberg

Am 20. April 2021 wurde das Bildungsleitbild des Landkreises Wittenberg inklusive des dazugehörigen Maßnahmenkataloges vom Kreistag beschlossen. Mit insgesamt sechs  Leitsätzen,  die alle Bildungsbereiche – von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung und dem Lebenslangen Lernen – erfassen, stellt das Bildungsleitbild nun den strategischen Orientierungsrahmen der bildungspolitischen Zielsetzungen und Entscheidungen für alle im Bereich Bildung tätigen Akteure dar.

Leitsätze:

  1. Lebenslanges Lernen als Selbstverständlichkeit
  2. Familie als Bildungspartner
  3. Zugang zu Bildung für alle
  4. Gestaltung einer Koordinierten Bildungslandschaft
  5. Einführung eines kommunalen Bildungsmanagement 
  6. Übergangsmanagement für erfolgreiche Bildungsbiografien

 

Der vorliegende Maßnahmenkatalog, der insgesamt 29 Maßnahmen und 66 einzelne Handlungsschritte umfasst, .…

… ist ein bereichsübergreifendes Instrument zur Steuerung der Bildungsaktivitäten im Landkreis Wittenberg.

… wurde gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bildungsinstitutionen erarbeitet.

… basiert auf den Ergebnissen des ersten Bildungsberichtes und der Bildungskonferenz des Landkreises Wittenberg.

… wird in Kooperation von Akteuren der Bildungslandschaft umgesetzt.

… orientiert sich an den aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich sowie den Daten des kommunalen Bildungsmonitorings zum regionalen Bildungsgeschehen.

… wird im Turnus von drei Jahren hinsichtlich seiner Wirksamkeit evaluiert und fortgeschrieben.

… wird jährlich im Ausschuss für Schule und Kultur sowie dem Jugendhilfeausschuss in Bezug auf die bisherige Umsetzung vorgestellt.