Wittenberger Weihnachtsmarkt ab Freitag mit 2G-Regeln

Die Liste der Verstöße gegen die Einhaltung der 3G-Bestimmungen und die Maskenpflicht auf dem Weihnachtsmarkt in Wittenberg wird beim Ordnungsamt des Landkreises Wittenberg immer länger. Landrat Christian Tylsch hat deswegen am Mittwoch in einem Gespräch mit der Lutherstadt, dem veranstaltenden Gewerbeverein und dem Betreiber Coex noch einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass jetzt Maßnahmen ergriffen werden müssten, damit der Weihnachtsmarkt nicht abgesagt werden müsse. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass es verstärkte Anstrengungen geben muss um dieses Ziel zu erreichen.

„Wir haben dieser Tage eine Inzidenz von 1300 erlebt und da geht es einfach nicht, dass zu bestimmten Zeiten keine Einlasskontrollen stattfinden und auf dem Markt selbst zahlreiche Verstöße unkommentiert bleiben“, erklärt der Landrat. 

Landkreis, Lutherstadt und Gewerbeverein haben sich deshalb dazu verständigt, dass ab Freitag bis zum Ende des Weihnachtsmarktes die 2G-Regeln gelten. Also nur Geimpfte und Genesene erhalten Zugang zum Weihnachtsmarkt. Den Donnerstag sollen Betreiber und Veranstalter nutzen, um sich auf die verschärften Regeln und das zu überarbeitende Hygienekonzept ordentlich vorbereiten zu können.

Zusätzlich gilt weiterhin die Maskenpflicht für alle Personen, die sich auf dem Gelände des Marktes aufhalten - außer für den tatsächlichen Moment, in dem gegessen und getrunken wird. „Das Argument, dass man mit einem Becher Glühwein in der Hand ohne Maske über den Markt läuft, gilt nicht“, so Tylsch. Außerdem wird die Rechtsverordnung des Landkreises entsprechend angepasst, so dass auch in Warteschlange eine Maskenpflicht besteht. Die Änderung erfolgt bis zum Ende der Woche.

Wittenbergs Bürgermeister Jochen Kirchner bemerkt dazu: "Ich bin mir mit dem Oberbürgermeister Torsten Zugehör einig.  Der Weihnachtsmarkt kann nur stattfinden, wenn jeder Einzelne, ob Gast, Händler oder Veranstalter, die Hygienevorschriften konsequent einhalten“. 

Auch der Gewerbeverein appelliert: "Wir bitten alle Wittenberger und ihre Gäste sowie die Markthändler um Verständnis für diese gemeinsame Entscheidung. Im Angesicht der hohen Inzidenzzahlen im Landkreis ist sie jedoch unabwendbar. Wir hoffen trotzdem mit der Weiterführung des Weihnachtsmarktes etwas Glanz und Freude in die Adventszeit bringen zu können. Diesen Wunsch können wir nur äußern. Bei der Umsetzung sind wir auf die Einsicht aller Besucher angewiesen, die Maskenpflicht und die Abstandsregelung zu respektieren und einzuhalten", erklärt Stefanie Treppesch, Geschäftsführerin des Wittenberger Gewerbevereins.

Mit dem Veranstalter und dem Betreiber sei man sich einig geworden, dass eine grundlegende Überarbeitung des Hygienekonzepts erfolge und neben deutlicheren Lautsprecheransagen, der notwendigen Ausschilderung, einer umfangreicheren Einweisung der Ordner, von allen Seiten eine intensivere Kontrolle stattfinde. „Das betrifft nicht nur die Firma Coex, die mit mehr Personal jetzt auch flächig auf dem Markt kontrollieren soll, sondern auch uns als Landkreis und Lutherstadt Wittenberg. Ab Freitag werden wir da auch in gemischten Teams unterwegs sein. Die Zeit des Ermahnens und der Hinweise endet jetzt. Wir sehen uns gezwungen, jetzt konsequent auch Bußgelder aussprechen, wo die Regeln vorsätzlich nicht eingehalten werden“, sagt Tylsch nach dem Gespräch. Wer ohne medizinischen Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, zahle 50 Euro.