Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember 2022

Am 8. Dezember sollen auch im Landkreis Wittenberg die Sirenen heulen und Smartphones Warnungen abgeben.

Ziel des Warntages, der zuletzt 2020 stattfand und von der Bundesregierung durchgeführt wird, ist es, die in Deutschland vorhandene Warninfrastruktur auf allen staatlichen Ebenen zu erproben. Grund zur Panik besteht also nicht - und auch kein Grund, außerhalb einer echten Notlage die Leitstelle oder andere Einsatzkräfte anzurufen.
„Im Landkreis Wittenberg sind wir gut vorbereitet auf Schadenereignisse. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen sind professionell organisiert und haben hochmotiviertes Personal. Auch der Krisenstab der Unteren Katastrophenschutzbehörde der Kreisverwaltung ist gut aufgestellt. In einer Schadenslage ist aber auch wichtig, dass jeder Einzelne Risikobewusstsein entwickelt – und vor allem weiß, wie gewarnt wird. Elbehochwasser, Stürme, Waldbrände - die Sicherheit von Leben und Sachwerten liegt immer auch im Verantwortungsbereich jeder Bürgerin und jeden Bürgers", mahnt Landrat Christian Tylsch, den Warntag ernst zu nehmen.

Der Landkreis Wittenberg wird dafür um 11 Uhr die rund 200 Sirenen im Landkreis auslösen. Dies geschieht durch einen auf- und abschwellenden Signalton von einer Minute Länge. Es besteht kein Grund, den Notruf oder andere Einsatzkräfte anzurufen. Über den Inhalt der Warnung kann man sich dann per Radio, TV oder im Internet weiter informieren.
Um 11:45 Uhr erfolgt eine bundesweite Entwarnung. Der Landkreis Wittenberg wird ebenfalls den Entwarnton der Sirenen auslösen: das ist ein stetiger Ton von einer Minute Länge.
Den Gemeinden im Landkreis Wittenberg stehen ca. 250.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um das Sirenennetz auszubauen. Gefördert wurden in den Jahren 2021 und 2022 Sirenen-Standorte im Bereich Coswig (Anhalt) (10.850 Euro), Jessen (Elster) (34.700 Euro), Oranienbaum-Wörlitz (17.350 Euro), Lutherstadt Wittenberg (21.700 Euro), Zahna-Elster (54.050 Euro) und Gräfenhainichen (17.350 Euro).

Am Warntag werden um 11 Uhr alle Warnmittel ausgelöst, die über eine zentrale Software des Bundes angesprochen werden können. Das bedeutet im konkreten Fall: die Smartphone-Warnapps NINA, KATWARN und BIWAPP werden aktiv. Aber auch ohne diese Apps soll eine Warnung möglich sein. Neu in diesem Jahr ist nämlich, dass auch das System Cell Broadcast aktiviert wird - das funktioniert ähnlich wie eine normale SMS und erscheint dann einfach auf dem Display des Mobiltelefons.
Dafür müssen Endgeräte aber technisch auf dem aktuellen Stand sein. Nutzer sollten über die Update-Funktion ihres Telefons oder Tablets sicherstellen, dass die aktuellste Version des Betriebssystems installiert ist. Diese Alarmierung wird von der Bundesebene ausgelöst. In Zukunft sollen über dieses System auch digitale Werbetafeln und zum Beispiel die Anzeigetafeln der Deutschen Bahn direkt angesteuert werden können.

Die Integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises Wittenberg, das Führungspersonal des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst sowie der Pressesprecher des Krisenstabes haben Zugang zu diesem Warnsystem. Damit ist sichergestellt, dass nur authorisierte und zuverlässige, gesicherte Informationen und Warnungen über das System verbreitet werden. Damit möglich ist eine sofortige Warnung bis hin zu überregionalen Sofortmeldungen, die im TV und Radio übernommen werden können.
Der bundesweite Warntag soll nach einem Beschluss der Innenminister-Konferenz aus dem Jahr 2019 an jedem zweiten Donnerstag im September organisiert werden. In diesem Jahr sollte unbedingt „Cell-Broadcast“ Teil der Probealarmierung sein. Da dafür noch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden mussten, wurde der bundesweite Warntag auf den 8. Dezember 2022 verschoben.
Weiterführende Informationen zum bundesweiten Warntag gibt es auf der Webseite: www.warnung-der-bevoelkerung.de

Sirenensignal Warnung

Sirenensignal Entwarnung

Film “Warnmittelmix für Deutschland – Auf diesen Wegen wird gewarnt”

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