Familien stärken - Perspektiven eröffnen

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Fortführung des erfolgreichen ESF-Programms „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“

Projektlaufzeit: 01.07.2015 bis 28.02.2022

Fortführung des erfolgreichen ESF-Programms „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“

 

Hier geht´s zum Merkblatt „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“ .

Seit Juni 2015 haben sich 365 junge Familien des Landkreises Wittenberg freiwillig entschieden, die Unterstützung der Familiencoaches in Anspruch zu nehmen. Über 1.000 Menschen haben mit Hilfe der drei Sozialpädagogen (Familiencoaches) den ersten Schritt gemacht, um bestehende persönliche, familiäre oder finanzielle Probleme mit ganz individuellen Lösungsstrategien anzugehen. „Coaching“ bedeutet Unterstützung, bei der Formulierung eigener Ziele zu helfen, Vorschläge zu unterbreiten zur Erreichung dieser Ziele und diesen Prozess aktiv zu begleiten. Es wird Hilfe zur Selbsthilfe geboten, um den (Wieder-)Einstig in den Arbeitsalltag zu schaffen. Dann können die Familien wieder aktiver am sozialen Gesellschaftsleben teilnehmen und werden unabhängiger von Sozialleistungen.

              Beratung der Famicos          Schulranzenaktion

Das Familiencoaching ist ein Teil des regionalen Netzwerkes von Unterstützungsangeboten. Im Familiencoaching kann „Soforthilfe“ geleistet werden, da es keine Wartezeiten gibt. Beratungstermine können auf Wunsch auch zu Hause stattfinden.

Wichtig ist, dass gemeinsam mit den Familien die Probleme erst einmal genau herausgearbeitet werden. Danach werden gemeinsam Ziele und Strategien entwickelt, die die Teilnehmer leisten wollen und  können. Schritt für Schritt kann so Selbstvertrauen entstehen, um künftig Familienalltag und Berufsleben selbstständiger zu organisieren. Dem Projektteam ist es dabei wichtig, dass die Begleitung nicht bei Erreichen eines Ziels endet, z.B. Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsbeginn oder auch Arbeitsaufnahme.  Durch eine Arbeitsaufnahme ändert sich das Familienleben; neue Abläufe müssen entwickelt und eingeübt werden. Die Fortschritte sollen langfristig Bestand haben und eine tatsächliche Perspektive schaffen, deshalb endet die Betreuung erst, wenn sich die Familie eine neue Tagestruktur erarbeitet und diese gefestigt hat.

Angelegenheiten mit Ämtern oder der Wohnungsgesellschaft, Hilfe bei der Antragstellung für eine Kur, Feststellung auf Grad der Behinderung oder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, Suche nach einem Kita- oder Hortplatz, berufliche Neuorientierung oder Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen, Weitervermittlung und (auf Wunsch) Begleitung zu speziellen Hilfsangeboten wie Schulden- oder Suchtberatung sind einige der Dinge, bei denen die Familiencoaches behilflich sind. Dort, wo andere Hilfen (z.B. die Familienhilfe) auslaufen, weil sie zeitlich begrenzt sind, kann das Projekt weiterbegleiten.

Auch in der aktuellen Situation wurde und wird die Arbeit mit den Teilnehmern und Netzwerkpartnern – natürlich unter Beachtung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln – weitergeführt. Alle Angebote werden aufrechterhalten, der Kontakt besteht hauptsächlich telefonisch oder per eMail, nur in Ausnahmefällen auch persönlich. So können Probleme aufgrund von Schließungen einiger Ämter minimiert  werden; es ist vor allem Hilfe und Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen notwendig. Gerade für Familien aus dem Bereich Flucht und Asyl ist dies eine unentbehrliche Hilfe.

Den Erfolg dieser Arbeitsweise zeigen die bisher erreichten Ergebnisse. In Zusammenarbeit mit Arbeitgebern aus der Region ist es gelungen, Arbeitsplätze mit Teilnehmern zu besetzen. Diese arbeiten nun z.B. in den Bereichen Dienstleistung, Büro, Pflege, Produktion oder auch Gastronomie.

Der Erfolg des Projektes zeigt sich auch im Zulauf neuer Teilnehmer, die zum großen Teil über das Jobcenter zugewiesen werden, jedoch zunehmend auch durch Mundpropaganda auf das Projekt aufmerksam werden.

Das Jobcenter Wittenberg unterstützt die Projektarbeit, besonders wenn es um die Realisierung einer Qualifizierung oder eines Praktikums beim Arbeitgeber geht. So ist es bisher gelungen, den laut Konzept festgelegten Richtwert nicht nur zu erreichen, sondern auch zu übertreffen.

In vielen Fällen sind aus Langzeitarbeitslosen nun Langzeitbeschäftigte geworden. Sie haben eine gute Zukunftsperspektive. Möglich wurde dies natürlich vor allem auch durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die sich auf die Projektteilnehmer mit ihren besonderen Bedürfnissen eingelassen und ihnen eine Chance gegeben haben. Anfangs waren oft noch Zugeständnisse (z.B. bei der Arbeitszeit) notwendig. Diese konnten im weiteren Verlauf immer weiter zurückgenommen werden, weil sich für die Arbeitnehmer nun auch neue Lösungsstrategien, z. B. durch neu gewonnene soziale Einflüsse ergeben haben. Arbeitgeber nutzen inzwischen gern die passgenaue Vermittlung durch das Projekt. Hier sind die Coaches Vermittler, damit beide Seiten ein besseres Gefühl für die Wünsche des jeweils anderen bekommen.

Wer sich angesprochen fühlt und Unterstützung benötigt oder als Arbeitgeber Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze (in Teil- und Vollzeit)  zur Verfügung stellen möchte, kann sich gern unter den angegeben Telefonnummern oder auch per Mail melden.

Das Projekt verfolgt das Ziel der Vermeidung beruflicher und gesellschaftlicher Ausgrenzung sowie die individuelle berufliche und soziale Wiedereingliederung von arbeitslosen Menschen und wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Sachsen-Anhalt und des Landkreises Wittenberg.

Voraussetzungen für Teilnehmer:

-          Alleinerziehende unter 35 Jahren im Leistungsbezug nach SGB II (Hartz IV, Aufstocker)

-          Familien mit mindestens einem Partner unter 35 Jahren im Leistungsbezug nach SGB II (Hartz IV, Aufstocker sowie temporäre BGs = getrennt lebende Eltern bei denen die Kinder im Wechsel  im Haushalt leben)

 

Ansprechpartner Familiencoaches:

Wolfgang Sauer
(Bereich: Gräfenhainichen/Wittenberg)
Tel.: 03491/ 479 6084
wolfgang.sauer@landkreis-wittenberg.de

Ines Truman
(Bereich: Wittenberg/Coswig)
Tel.: 03491/ 479 6082
ines.trumann@landkreis-wittenberg.de

Anja Prillwitz
(Bereich: Jessen/Wittenberg)
03491/ 479 6083
anja.prillwitz@landkreis-wittenberg.de

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Merkblatt "Familien stärken - Perspektiven eröffnen"
(c) Katrin Viol
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© Tina Fiedler E-Mail

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