Ehrenamt und Bürgerbeteiligung im Landkreis Wittenberg

„Das freiwillige Engagement in unserem Landkreis ist einfach vorbildlich.“ Diese Einschätzung von Landrat Jürgen Dannenberg aus dem Januar 2016 hat auch fünf Jahre später absolut Bestand. Es sind unverzichtbare Bausteine der Daseinsvorsorge, die durch das Ehrenamt abgesichert werden.

Ehrenamt im Landkreis Wittenberg

Im Landkreis Wittenberg gibt es 135 freiwillige Ortsfeuerwehren im Verbund mit vielen ehrenamtlichen Helfern beim Katastrophenschutz des Landkreises, den Hilfsorganisationen wie dem DRK, den Johannitern, der DLRG, dem THW, der Notfallseelsorge und, und, und. Fortsetzen ließe sich die Liste mit der ehrenamtlichen Pflege, Alltagsbegleitung und anderen sozialen Diensten über ungezählte Schul- und Kitaförder-, Heimat-, Sport- und andere Vereine in den Ortschaften.

Meist unter dem Radar leisten sie Unschätzbares für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vor Ort, für die Integration von Zuwander*innen, für Bildung und lebenslanges Lernen, für die Gesunderhaltung aller Altersgruppen und nicht zuletzt für das bunte Leben im ländlichen Raum. Nicht formal organisiert, aber überaus engagiert sind auch die vielen Helfer*innen, die betagten, alleinerziehenden oder eingeschränkten Nachbar*innen tagtäglich mit kleinen Alltagsdienstleistungen, Fahrdiensten und Ähnlichem unter die Arme greifen.

Ideen für die Zukunft

Bürgerschaftliches Engagement könnte bei der Absicherung von beruflicher und Alltags-Mobilität helfen. Das IREK fokussiert hier auf Maßnahmen wie Beratung und Mobilitätsstationen an stärker frequentierten Bahnhöfen und im Ort sowie auf Sharing-Modelle, doch zum Lückenschluss bieten sich immer auch Fahrgemeinschaften an oder ein ehrenamtlich organisierter Bürgerbus.

Selbst bei der Gestaltung öffentlicher Siedlungsbereiche kommt Engagement ins Spiel, wenn es um Grüngestaltung oder kleine Lieblingsplätze mit Treffpunktfunktion geht.

Einführung von digitalen Plattformen

Im Zielsystem des IREK verankert ist die Einführung von digitalen Plattformen der Daseinsvorsorge, die den Bürger*innen bündelnd und assistierend etwa im Bibliothekswesen, Kulturbereich, mit Infotools und Ähnlichem zur Seite stehen. Auch die Nahversorgung kann über örtliche Bestellsysteme profitieren. Digitale Maßnahmen können z.B. über administrierte Internetbörsen das Ehrenamt unterstützen, ziehen umgekehrt aber auch wieder Engagement nach sich, etwa wenn Digitallots*innen beim Umgang mit den neuen Werkzeugen helfen.

Schlussendlich schaffen digitale und analoge Plattformen Möglichkeiten zur direkten Mitwirkung der Bürger*innen an demokratischen Prozessen und der generellen Entwicklung des Landkreises.

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