Impf-Tourenplan komplett: Viertes Team

Nun ist auch die „Märktetour“ ausgeplant. Damit sind alle vier Impfteams der Kreisverwaltung Wittenberg wieder verlässlich bei hunderten von Terminen in den kleinen Dörfern, regelmäßig an zentralen Orten in den Städten und täglich an einem zentralen Ort in Wittenberg im Einsatz gegen die Corona-Pandemie. Neben der Möglichkeit, sich bei seinem Hausarzt impfen zu lassen, ist damit bequem und unkompliziert für jeden Bürger im Landkreis eine Impfmöglichkeit erreichbar.

In den letzten Tagen konnten wir Sie bereits informieren über die Tourenplanung der beiden „Dörfer“-Teams, die 182 zusätzliche Impftermine in den Dörfern zwischen A wie Annaburg bis Z wie Zschornewitz anbieten. Seit der Schließung des Impfzentrums an der Berufsschule im Mittelfeld Ende September impft ein Team konsequent in der Sparkasse am Alten Bahnhof in Wittenberg.
Das vierte Team legt nun seinen Schwerpunkt auf Coswig, Gräfenhainichen, Bad Schmiedeberg, Wittenberg und Jessen und impft immer am gleichen Wochentag am selben Ort.

Im Detail sieht das so aus:

  • montags: DRK Begegnungsstätte Coswig (Anhalt), Puschkinstraße 37, 06869 Coswig (Anhalt)
  • dienstags: Bürgerbüro Gräfenhainichen, Karl-Liebknecht-Str. 23, 06773 Gräfenhainichen
  • mittwochs: Kurverwaltung Bad Schmiedeberg, Rehhahnweg 2, 06905 Bad Schmiedeberg
  • donnerstags: Kaufland Wittenberg, Lerchenbergstr. 112-113, 06886 Lutherstadt Wittenberg
  • freitags: Bürgerbüro Jessen (Elster), Markt 17, 06917 Jessen (Elster)

Das Impf-Angebot steht jeweils zwischen 10.30 und 17.30 Uhr zur Verfügung.

Sie haben Fragen zum Thema? Dann rufen Sie unsere Corona-Hotline unter der Nummer 03491 479 479.

Viele Informationen zum Thema Impfen im Landkreis Wittenberg zusammengefasst finden Sie auf unserer Webseite unter https://www.landkreis-wittenberg.de/de/alles-zum-thema-impfen.html

Abstrichzentrum Wittenberg

Der Landkreis Wittenberg verfügt ab sofort wieder über ein Abstrichzentrum mit Fieber-Ambulanz, um Menschen mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion zu testen. Die Einrichtung, die sich auf der Rückseite der Sparkassenfiliale am Alten Bahnhof in Wittenberg befindet, ist dabei nicht für "Laufkundschaft" gedacht. Das Zentrum ist vor allem für Menschen geplant, die vom Gesundheitsamt zum PCR-Test aufgefordert werden.

Die Ambulanz wird wieder von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt betrieben. Die Zufahrt erfolgt über die Dessauer Straße aus Richtung Amtsgerichtskreuzung. Zahlreiche Kurzzeitparkplätze befinden sich dann auf der rechten Seite, gegenüber des Supermarktes. Damit soll eine Durchmischung von zu Testenden mit anderen Passanten möglichst minimiert werden. Der Fußweg vom Parkplatz bis zum Abstrichfenster beträgt etwa 30 Meter und wird durch Aufsteller ausgeschildert.

Nicht zum Abstrich berechtigt sind zum Beispiel Reisende, die sich auf eigene Kosten in privaten Testzentren oder Arztpraxen testen lassen können. Patienten, die vor der Aufnahme in ein Krankenhaus stehen, lassen sich in dieser Klinik testen. Wo professionell durchgeführte Schnelltests (sogenannte Bürgertests) durchgeführt werden, ist auf der Webseite https://www.landkreis-wittenberg.de/de/alles-zum-thema-testen.html zu finden.

Landkreis nimmt Erleichterungen zurück: Nichtgeimpfte davon besonders betroffen

"Steigende Inzidenzen und Warnampeln, die von Grün nach Rot wechseln - das geht nicht zusammen mit den Erleichterungen, die wir als Landkreis im Sommer erlassen haben", erklärt Landrat Christian Tylsch.
Mit Wirkung zum Montag hebt daher die Kreisverwaltung Wittenberg seine sechste Rechtsverordnung in Sachen Corona-Pandemie auf, die seit dem 15. Juli in Kraft war. "Wir gehen ganz bewusst noch nicht den Schritt, eine Maskenpflicht an Schulen einzuführen wie sie seit Donnerstag im Altmarkkreis gilt, weil wir jetzt erstmal die neue Landesverordnung abwarten, die im Verlauf der nächsten Woche kommen wird. Aber auch im Landkreis Wittenberg können wir eine Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen nicht ausschließen, wenn wir darauf schauen, dass zur Zeit mehr und mehr Menschen ins Krankenhaus und auf die Intensivstationen kommen", erklärt Tylsch.

Die Aufhebung der Rechtsverordnung hat zur Folge, dass alle Erleichterungen nach Paragraph 16 der Landes-Eindämmungsverordnung aufgehoben werden. Konkret bedeutet das die Einführung der Testpflicht für die Nutzung zahlreicher Einrichtungen, von denen vor allem Nichtgeimpfte betroffen sind. Ab Montag muss sich also wieder jeder Bürger testen lassen, der eine der folgenden Einrichtungen aufsucht oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt:

  • außerschulische Bildungsangebote
  • soziokulturelle Zentren, Bürgerhäuser, Seniorenbegegnungsstätten und Mehrgenerationenhäuser
  • Kultureinrichtungen
  • Spielhallen und Spielbanken, Wettannahmestellen, Tierhäuser und Tierparks, Indoor-Spielplätze, Dampfbäder und Saunen
  • Stadt- und Naturführungen
  • Gaststätten innen
  • Sportbetrieb drinnen und draußen

Von der Testpflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene sowie Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Die Betreiber solcher Einrichtungen und Dienstleistungen können aber auch Tests für diese Personengruppen in ihrem Hausrecht festlegen. "Die Einhaltung der altbekannten Regeln der Eindämmungsverordnung werden wir jetzt wieder verstärkt kontrollieren, auch die Einhaltung der Testpflichten in den genannten Einrichtungen", erklärt Landrat Christian Tylsch.

Zur Klarstellung: die Testpflicht umfasst entweder einen Schnelltest vor Ort (24 Stunden gültig), einen professionell durchgeführten Schnelltest z.Bsp. in einem Testzentrum (24 Stunden gültig) oder einen PCR-Test, der sogar 48 Stunden gültig ist.

Corona an Schulen: Landkreis passt Strategie an

Nach einer Absprache zwischen dem Landes-Pandemiestab mit dem Bildungsministerium haben die Gesundheitsämter im Land seit Freitag ihre Strategie im Umgang mit Corona-Ausbrüchen an Schulen vereinheitlicht. Ziel des Ganzen ist, einen durchgehenden Unterrichtsbetrieb sicherzustellen.

Auf eine detaillierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen wird damit ab sofort verzichtet. "Dies ist möglich, da durch andere Schutzmaßnahmen sichergestellt werden kann, dass weitere Infektionsfälle schnell erkannt und das Risiko von Übertragungen vermindert wird. Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören die vorübergehende Masken- und tägliche Testpflicht aller Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrenden bei Auftreten von Covid-19-Infektionen innerhalb der Klasse", erklärt Dr. Isabel Geissler vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Wittenberg.

Die Person, bei der eine Covid-19-Infektion festgestellt worden ist, muss sich sofort in häusliche Quarantäne begeben. Die Dauer der Quarantäne wird durch das Gesundheitsamt festgelegt.

Alle Personen, die mit der positiv getesteten Person im selben Haushalt leben, müssen sich ebenfalls sofort in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt also etwa für Geschwisterkinder. Die Quarantäne endet zehn Tage nach dem ersten Auftreten Covid-19-typischer Symptome der positiv getesteten Person bzw. nach dem positiven Testergebnis. Die Quarantäne kann durch Vorlegen eines negativen PCR-Tests beendet werden. Voraussetzung ist, dass der PCR-Test frühestens am Tag 7 der Quarantäne erfolgt und das Ergebnis dem Gesundheitsamt übermittelt wird (https://service.landkreis-wittenberg.de/de/nachweis-einreichen.html).

Die anderen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrenden der betroffenen Klasse müssen sich nicht in Quarantäne begeben und können den Unterricht weiter besuchen. Allerdings gelten für sie ab sofort:

  • Masken-Pflicht: Ab der Feststellung des Infektionsverdachtes ist auch im Unterricht ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz / FFP2-Maske für mindestens sieben Tage zu tragen.
  • Test-Pflicht: Ein Selbsttest vor Unterrichtsbeginn hat an fünf aufeinander folgenden Werktagen zu erfolgen. Dies gilt auch für vollständig Geimpfte und Genesene.
  • Kontakte zu anderen Klassen und Vermischung der Klassen vermeiden

Schülerinnen und Schüler mit Covid-19-verdächtigen Krankheitszeichen sollten sich umgehend in die Häuslichkeit begeben und einen Termin zum PCR-Test vereinbaren (z.B. via https://www.landkreis-wittenberg.de/de/onlineterminvereinbarung-abstrichzentrum.html). Dies gilt auch für geimpfte und genesene Kontaktpersonen.

Corona im Landkreis Wittenberg: Kontaktnachverfolgung teilweise nicht mehr möglich

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Covid-19-Infektionen im Landkreis Wittenberg steigt rapide. Am Donnerstagmorgen geht das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung wieder von weit mehr als 100 Neuinfektionen aus.

Obwohl Kontaktermittler und Bürgertelefon schon aus allen Teilen der Verwaltung unterstützt werden, kommt es zu starken Verzögerungen. Infizierte und Kontaktpersonen können teilweise nicht mehr zeitgerecht angerufen werden.

"Wir appellieren deshalb noch mal an alle Personen, die einen positiven PCR-Befund bekommen, sich unverzüglich in Quarantäne zu begeben. Das ist die derzeit gültige Regelungslage im Landkreis", erklärt Vize-Landrat Dr. Jörg Hartmann am Donnerstagmittag. Das richtige Verhalten, auch von Kontaktpersonen, kann in der Quarantäne-Verordnung des Landkreises unter anderem auf der Webseite der Kreisverwaltung nachgelesen werden.

Auch die Übermittlung der Fallzahlen an das Robert-Koch-Institut läuft nicht mehr tagesaktuell - daher ergeben sich auch wieder große Abweichungen zwischen den RKI-Inzidenz-Zahlen und denen, die das Gesundheitsamt selbst errechnet. Durch die dynamische Lage kann auch nicht mehr sichergestellt werden, dass die von der Kreisverwaltung veröffentlichten Daten zu Schulen und Kitas valide sind. "Die betroffenen Schulen und andere Einrichtungen werden aber von uns zentral informiert und unterrichten dann über ihre eigenen Kanäle die Schüler- und Elternschaft", berichtet Dr. Isabel Geissler. Aktuell betroffen seien 40 Klassen in verschiedenen Schulen, zum Teil mehrere Klassen pro Schule.

Seit Dienstag kontrolliert das Ordnungsamt der Kreisverwaltung Wittenberg auch verstärkt die Einhaltung der nun gültigen Regeln. Bei den Kontrollen im Stadtgebiet Wittenberg konnten bisher keine größeren Auffälligkeiten festgestellt werden.

Unterdessen steigen die Zahlen der Impfungen rapide an. "Zur Zeit impfen wir rund 130 Menschen am Tag allein beim Impfteam in der Sparkasse am Alten Bahnhof", erklärt Susann Tiede, die die Impfteams im Landkreis koordiniert. Der Ansturm dort ist so groß, dass das Angebot nicht ausreicht. "Wir bitten deshalb auch darum, wann immer möglich die Angebote der anderen Impfteams wahrzunehmen, die in den Städten und Dörfern im Landkreis unterwegs sein".

Die Kreisverwaltung Wittenberg plant dazu auch die Aufstellung eines fünften Impfteams, welches in den nächsten Tagen einsatzfähig sein soll.

Gesundheitsamtsleiter Dr. Michael Hable appelliert an die Bürger, sich Impfen zu lassen. "Wir haben weiterhin ein niedrigschwelliges Angebot und halten auch daran fest. Wichtig ist, dass die Zahl der Erstimpfungen steigt, aber auch die Booster-Impfungen für ältere Menschen und Mitarbeiter in der Pflege sind jetzt wichtig", erklärt er. Die Impfung diene vor allem dem Eigenschutz vor akuter und schwerer Erkrankung sowie den Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung. Durch den milderen Verlauf der Krankheit helfe ein Impfschutz aber auch, die Hospitalisierungsquote und die Zahl derer, die intensivmedizinisch betreut werden müssten, niedrig zu halten.

"Man kann es nicht oft genug sagen: Individuell umsetzbare Basismaßnamen wie Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, die Corona-Warn App und Lüften gelten weiter bis ins nächste Frühjahr und helfen! Die gelten auch für Geimpfte und Genesene", erzählt der Leiter des Gesundheitsamtes. Außerdem wäre damit auch die Übertragung anderer respiratorischer Erreger wie die Grippe oder RS-Viren deutlich vermindert.

Corona im Landkreis Wittenberg: Impfzentrum wird reaktiviert, Gesundheitsamt auch wieder am Wochenende besetzt

Seit Dienstagnachmittag steht in der Kreisverwaltung Wittenberg fest: das Impfzentrum in der Turnhalle des Berufsschulzentrums im Mittelfeld wird wieder reaktiviert. Die Entscheidung des Stabes für Außergewöhnliche Ereignisse fiel nach einer Telefon-Konferenz zwischen Ministerpräsident Reiner Haseloff und den Landräten in Sachsen-Anhalt.

Nun gilt es, schnell die Reaktivierung des Zentrums zu organisieren. "Mit der Schulleitung des Berufschulzentrums wurde bereits gesprochen, die Abstimmung zwischen den Fachdiensten bei uns im Haus ist auch bereits angelaufen. Wir planen, ab Mitte nächster Woche einsatzbereit zu sein", erklärt Vize-Landrat Dr. Jörg Hartmann.

Damit soll vor allem die Impfkampagne beschleunigt werden. Die Reaktivierung ist außerdem eine Reaktion auf die enorm gewachsene Nachfrage nach Impfungen in den letzten zwei Wochen.
Die Schließung der Impfzentren Ende September erweist sich jetzt als folgenschwere Entscheidung. Der Landkreis hatte in den letzten Wochen versucht, deutliche Zeichen zu setzen, dass die Fortführung der Impfkampagne ernst genommen wird. Im Kreis Wittenberg waren deshalb seitdem vier Impfteams im Einsatz, um den Menschen zentrale, aber auch niedrigschwellige Angebote direkt auf den kleinen Dörfern im ländlichen Raum zu unterbreiten.

Das Sozialministerium hat mit seiner Entscheidung heute klargemacht, dass es die Schließung Ende September jetzt auch anders bewertet.

Die Impftour über die Dörfer soll parallel zum Betrieb des neuen Impfzentrums erhalten bleiben. Die Impfangebote der sogenannten Märktetour und in der Sparkasse Wittenberg sollen dagegen wegfallen. Bereits gebuchte Termine dort sollen ins neue Impfzentrum umziehen.

Gleichzeitig teilt Vize-Landrat Dr. Jörg Hartmann mit, dass ab dem kommenden Wochenende das Gesundheitsamt nun auch am Wochenende besetzt sein wird. "Es gibt durch die großen Fallzahlen einen Stau bei der Kontaktierung von Erkrankten und auch von Kontaktpersonen. Mit dieser Maßnahme wollen wir versuchen, diesen Berg abzuschmelzen."

Corona im Landkreis Wittenberg: Amtsarzt empfiehlt Kreuzimpfung

„Wer seine Erstimpfung mit Biontech bekommen hat, und jetzt vor der Wahl steht, hat keinen Grund Moderna abzulehnen, im Gegenteil. Die Untersuchungen der vergangenen Monate haben nämlich gezeigt, dass eine Kreuzimpfung sehr sinnvoll sein kann, weil sie häufig eine stärkere Immunantwort anregt“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Michael Hable.

Der Amtsarzt der Wittenberger Kreisverwaltung stellt fest: „Insbesondere bei den Menschen, die mit einem der Vektorimpfstoffe von AstraZeneca oder Johnson&Johnson geimpft wurden, hat sich bei der Kreuzimpfung ein deutlich besserer Schutz ausgebildet."

Es gibt mehrere aktuelle Publikationen, die höhere Antikörperspiegel nach Kreuzimpfungen belegten. Demnach sei es sogar sinnvoll, auch die beiden mRNA-Impfstoffe miteinander zu kombinieren.

Labore kommen an ihre Grenzen: Wer kann im Landkreis Wittenberg zur Zeit einen PCR-Test bekommen?

Die Labore kommen an ihre Grenzen, die Bearbeitung der Tests dauert lange: Wie steuert man dagegen und wer kann im Landkreis Wittenberg in der aktuellen Situation einen PCR-Test bekommen?