Hintergrund, FAQ, Rechtliches

Rechtliches

Neue Rechtsverordnung tritt in Kraft: Durch die steigenden Corona-Fallzahlen im Landkreis Wittenberg, die sich vorrangig auf Kitas und Schulen verteilen, steigt auch die Zahl von Quarantäne-Anordnungen. Die Kreisverwaltung Wittenberg hat deswegen das Verfahren vereinfacht, wie mit diesen Fällen umgegangen wird.

Mit der Sechste Änderung der 14. Eindämmungsverordnung verlängert Sachsen-Anhalt die Corona-Verordnung bis zum 12. November 2021. Eine wichtige Änderung ist das 2-G-Zugangsmodell (Geimpfte und Genesene) § 2a. Bitte beachten Sie, dass 2-G-Veranstaltungen meldepflichtig sind: www.lsaur.de/Anzeige-2-G-Zugangsmodell

Für den Landkreis Wittenberg gilt seit dem 15.07.2021 die 6. Rechtsverordnung (weiterhin in Kraft).

Weitere Informationen zum Thema sind auch unter www.coronavirus.sachsen-anhalt.de abrufbar.

Für weitere Fragen

Informationen für Reiserückkehrer

An dieser Stelle möchte das Gesundheitsamt Sie nochmals darauf aufmerksam machen, dass sich auch Kinder bei Einreise aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten in Quarantäne begeben müssen, wenn sie über keinen Genesenenbescheid oder Impfnachweis verfügen. Am 30. Juli 2021 trat eine neue Coronavirus-Einreiseverordnung in Kraft, die die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland regelt.

Hier finden Sie einen Überblick über die derzeit geltenden Regelungen für Urlaubsreisen ins Ausland.

Informationen für Betroffene

Menschen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt haben, sollten zu Hause bleiben und telefonisch mit ihrem Hausarzt sprechen. Wer unter Husten, Fieber oder Atemnot leidet oder zur Risikogruppe gehört, sollte vorsichtshalber den Kontakt zu anderen vermeiden und sich testen lassen.

Lesen Sie auch: COVID-19 - Bin ich betroffen und was ist zu tun? (PDF)

Kontakt:

Informations-Service zur Corona-Schutzimpfung:

  • 116 117 (ab 10.01.2021 täglich 08:00 bis 22:00 Uhr)

Hier finden Sie eine Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren:

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wo und wann kann ich mich impfen lassen?

Grundsätzlich sind Impfungen gegen COVID-19 bei niedergelassenen Ärzten, Betriebsärzten und durch mobile Impfteams des Landkreises Wittenberg möglich.

Einerseits werden wochentägliche Impfungen in der Sparkasse Wittenberg (Am Alten Bahnhof 3) ohne vorherige Anmeldung angeboten. Dabei steht immer der BioNTech-Impfstoff zur Verfügung sowie dienstags und donnerstags zusätzlich Moderna:

  • Montag, Mittwoch und Freitag: 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag: 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie 12:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Zudem werden fünf weitere Standorte wöchentlich durch mobile Impfteams angefahren. Es stehen die Impfstoffe von Janssen und BioNTech zur Verfügung:

  • Montag: DRK Begegnungsstätte Coswig 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Dienstag: Bürgerbüro Gräfenhainichen 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Mittwoch: Kurverwaltung Bad Schmiedeberg 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Donnerstag: Kaufland Wittenberg 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr
  • Freitag: Bürgerbüro Jessen 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Weitere Stationen im ganzen Landkreis, vor allem in den kleineren Ortsteilen, werden zusätzlich durch mobile Teams angefahren. Unter folgendem Link finden Sie eine Übersicht zu allen Impfangeboten durch mobile Impfteams im Landkreis Wittenberg: https://www.landkreis-wittenberg.de/de/hier-wird-im-lk-geimpft.html.

Welche Impfstoffe werden verwendet?

Entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sind zurzeit die folgenden Impfstoffe in Deutschland zugelassen:

  • Der BioNTech-Impfstoff ist zur Impfung von Personen im Alter ab 12 Jahren uneingeschränkt empfohlen.
  • Der AstraZeneca-Impfstoff ist zur Impfung von Personen im Alter ab 60 Jahren empfohlen. Die Zweitimpfung nach frühestens 4 Wochen sollte mit dem BioNTech- oder Moderna-Impfstoff erfolgen.
  • Der Janssen-Impfstoff ist zur Impfung von Personen im Alter ab 60 Jahren empfohlen. Eine einmalige Impfung ist ausreichend. Weil ihre Wirksamkeit jedoch mit der Zeit nachlassen kann und die Immunantwort im höheren Alter insgesamt geringer ausfällt, wurde im Rahmen der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz vom 11. Oktober 2021 u. a. beschlossen, dass alle Personen, die mit dem Impfstoff von Janssen geimpft wurden, bereits ab vier Wochen nach dieser Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten können.
  • Der Moderna-Impfstoff ist zur Impfung von Personen im Alter ab 12 Jahren empfohlen. Die Zweitimpfung erfolgt nach 4 bis 6 Wochen.

Ist das Impfen barrierefrei?

Impfungen im Standort „Sparkasse Wittenberg“ sowie die Standorte der Impfaktion „Impfen To Go“ sind barrierefrei zugänglich. Nicht garantiert werden kann der barrierefreie Zugang in den Dörfern und Städten, die im Rahmen der Impftour angefahren werden.

Wie kann ich einen Impftermin (auch ohne Internetzugang) buchen?

Alle Impfungen, die durch mobile Teams im Landkreis Wittenberg erfolgen, können ohne vorherige Terminvereinbarung wahrgenommen werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist eine Terminbuchung vorab möglich: entweder online (https://www.landkreis-wittenberg.de/de/impftermine-online-buchen.html) oder telefonisch unter 03491 479-479.

Wie kann ich einen gebuchten Impftermin absagen?

Das Absagen eines bereits gebuchten Impftermins ist telefonisch möglich unter 03491 479-479.

Wer ist zur Auffrischungsimpfung berechtigt?

Auffrischungsimpfungen (bzw. erweiterte Grundimmunisierung) werden im Landkreis Wittenberg frühestens 6 Monate nach vollständiger Immunisierung für folgende Personengruppen angeboten:

  • Personen im Alter ab 60 Jahren
  • Pflegebedürftige ab 12 Jahren
  • Personen mit Immunschwäche
  • Medizinisches Personal, Personal in Rettungsdiensten und Impfteams
  • Personen mit früherer AstraZeneca- oder Janssen-Impfung

Ein entsprechender Nachweis über die Berechtigung zur Auffrischungsimpfung ist mitzuführen.

Wann finden Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen statt?

Die Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen erfolgen vorrangig durch die zuständigen Hausärzte und Hausärztinnen. Sollte die Impfung durch Hausärzte nicht möglich sein, kann der Bedarf zur Impfung durch ein mobiles Team des Landkreises unter 03491 479-479 angezeigt werden.

Welche Reaktionen nach der Impfung sind normal?

Infolge der COVID-19-Impfung können verschiedene Impfreaktionen auftreten, ohne dass ein Krankheitswert besteht. Dazu gehören unter anderem eine bis zu 7 Tage anhaltende Rötung und Schwellung von bis zu 5 cm Durchmessung sowie Schmerzen an der Einstichstelle. Weiterhin als „normal“ anzusehen ist kurzzeitiges Fieber unter 39,5 °C, Kopf- und Gliederschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein, Übelkeit und Unruhe sowie alle Krankheitserscheinungen, die eine offensichtliche andere Ursache als die COVID-19-Impfung haben.

Demgegenüber sollte sofort der Arzt aufgesucht werden bei folgenden Beschwerden: starke, anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, Bauchschmerzen sowie punktförmige Hautblutungen.

Ist Impfen trotz Erkältung möglich?

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber (38,5 °C oder höher) leidet, soll erst nach der Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5 °C) sind jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben.

Welche Gründe sprechen generell gegen eine Impfung? Wer erhält eine ärztliche Bescheinigung, dass er sich nicht impfen lassen kann?

Bei folgenden Personengruppen sollte keine Impfung gegen COVID-19 erfolgen:

  • Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft
  • Personen mit akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen
  • Bei bekannten Allergien gegenüber Inhaltsstoffen des COVID-19-Impfstoff. Sind früher allergische Reaktionen nach der Gabe von anderen Impfstoffen aufgetreten, soll die Nachbeobachtungszeit auf 30 Minuten verlängert werden.

Demgegenüber sprechen die folgenden Gründe nicht gegen eine COVID-19-Impfung. Die Impfung kann in diesen Situationen erfolgen:

  • Blutungsneigung oder Einnahme blutverdünnender Medikamente: Personen mit Blutungsneigung können fast immer subkutan geimpft werden oder bei intramuskulärer Impfung mit verlängerter Komprimierung der Einstichstelle und längerer Nachbeobachtung vonn 30 Minuten.
  • Autoimmunerkrankungen oder chronisch-entzündliche Erkrankungen

Welche verschiedenen Testarten gibt es?

Am verbreitetsten zum Nachweis des Coronavirus sind die folgenden drei Testarten:

  • Laien-Selbsttest: Der Laien-Selbsttest wird durch medizinisch Ungelernte durchgeführt. Selbsttests können frei verkäuflich in vielen Läden erworben werden und dienen unter anderem der regelmäßigen Testung Berufstätiger sowie in Kitas und Schulen. Ein positiver Selbsttest zieht keine Quarantäne-Anordnung nach sich und ist dem Gesundheitsamt gegenüber nicht meldepflichtig. Zur Bestätigung eines positiven Testergebnisses muss zeitnah ein fachkundig durchgeführter Schnelltest oder ein PCR-Test erfolgen. Hier finden Sie die Fragen und Antworten zu dieser Testart.
  • Fachkundig durchgeführter Schnelltest: Der Schnelltest wird durch medizinisch geschultes Personal (z.B. in Arztpraxen) oder in so genannten Bürger-Testzentren durchgeführt. Ein positives Schnelltest-Ergebnis muss verpflichtend von der durchführenden Stelle an das Gesundheitsamt gemeldet werden und führt zur Anordnung einer Quarantäne. Hier finden Sie die Fragen und Antworten zu dieser Testart.
  • PCR-Test: Der PCR-Test erfolgt nur durch medizinisch geschultes Personal, z.B. in Arztpraxen oder in Abstrichstellen des Gesundheitsamtes. Ein positives PCR-Ergebnis weist mit sehr hoher Sicherheit eine Coronavirus-Infektion nach. Falsch positive oder falsch negative Testergebnisse sind deutlich seltener als beim Laien-Selbsttest. Hier finden Sie die Fragen und Antworten zu dieser Testart.

Laien-Selbsttests:

Wie soll ich mich bei einem positiven Laien-Selbsttest verhalten?

Bei positivem Laien-Selbsttest sollte zeitnah eine Bestätigung mittels PCR-Test angestrebt werden. In erster Linie sollte der PCR-Test beim zuständigen Haus- oder Kinderarzt erfolgen. Ist hier eine zeitnahe Testung nicht möglich, können Sie einen PCR-Termin über das Gesundheitsamt vereinbaren: Telefon 03491 479-479 oder https://www.landkreis-wittenberg.de/de/alles-zum-thema-testen.html.

Allein aufgrund eines positiven Selbsttests kann keine Quarantäne angeordnet werden, da es hierbei häufiger als bei anderen Testarten zu falsch positiven Ergebnissen kommt. Es wird jedoch dringend empfohlen, alle Kontakte zu anderen Personen zu vermeiden. Falls Kontakte unvermeidbar sind bitte einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich umgehend in die Häuslichkeit  begeben.

Sie können sich bei positivem Selbsttest gern vom Gesundheitsamt zum weiteren Vorgehen beraten lassen (Tel. 03491 479-479).

Was ist bei positivem Selbsttest in Schulen zu beachten?

In Schulen testen sich alle Schüler*innen und Lehrer*innen regelmäßig mit Selbsttests. Sollte ein Selbsttest positiv werden, soll die betroffene Person alle weiteren Kontakte vermeiden und sich auf kürzestem Weg in die Häuslichkeit begeben. Alle anderen Schüler*innen und Lehrer*innen bleiben zunächst in der Schule und setzen den Unterricht wie gewohnt fort.

Durch die Schulleitung wird das Gesundheitsamt über den positiven Selbsttest informiert. Das Gesundheitsamt nimmt Kontakt zur betroffenen Person bzw. deren Erziehungsberechtigten auf und vereinbart einen Termin zum Schnell- und PCR-Test. Während das Ergebnis des PCR-Tests erst nach ein bis zwei Tagen vorliegt, dafür aber genauer ist, kann man das Ergebnis des fachkundig durchgeführten Schnelltests bereits nach bis zu 15 Minuten ablesen. Daher werden im Gesundheitsamt beide Abstriche parallel durchgeführt.

Sobald der positive Selbsttest mittels PCR oder fachkundig durchgeführtem Schnelltest bestätigt wurde, beginnt das Gesundheitsamt mit der Ermittlung aller engen Kontaktpersonen – in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung. Sollte die Anordnung einer Quarantäne und eines PCR-Tests in den Klassen nötig sein, so wird diese Information über die Schulleitung an die Kinder und Eltern kommuniziert. Zudem erhält jede enge Kontaktperson zeitnah einen eigenen Quarantänebescheid mit allen wichtigen Informationen.

Fachkundig durchgeführte Schnelltests:

Wo werden Schnelltests durchgeführt?

Fachkundig durchgeführte Schnelltests können zum einen durch medizinisches Personal (z.B. in Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern) durchgeführt werden oder in so genannten Testzentren. Eine Auflistung der aktuellen Testzentren im Landkreis Wittenberg finden Sie hier: https://www.landkreis-wittenberg.de/de/testzentren/testzentren-im-landkreis-wittenberg.html.

Wie teuer sind Schnelltests ab dem 11. Oktober 2021?

Entsprechend der Coronavirus-Testverordnung sind ab dem 11. Oktober viele Schnell- und PCR-Tests kostenpflichtig. Die Kosten für die durchgeführten Tests werden von jeder Teststelle selbst festgelegt. Durchschnittlich kostet ein Schnelltest zwischen 18 bis 40 Euro und ein PCR-Test zwischen 60 und 200 Euro.

Für wen sind die Schnelltests auch weiterhin kostenlos?

Weiterhin kostenlos sind Tests entsprechend der Coronavirus-Testverordnung nur unter folgenden Bedingungen:

  • Tests vom Gesundheitsamt angeordnet
  • bei Personen mit COVID-19-typischen Krankheitszeichen
  • bei Personen mit medizinischen Gründen, die gegen eine COVID-19-Impfung sprechen: z.B. Schwangere bis 3 Monate nach dem 1. Trimester oder bestätigte Allergien gegen die Impfstoffe (ärztliche Bescheinigung erforderlich)
  • bei Personen, für die keine allgemein Impfempfehlung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) besteht: vor allem Kinder unter 18 Jahren / ab 01.01.2022 Kinder bis zum Alter von 12 Jahren und 3 Monaten

Was ist bei positivem fachkundig durchgeführten Schnelltest zu beachten?

Die Teststelle ist gesetzlich dazu verpflichtet, das positive Schnelltest-Ergebnis an Gesundheitsamt weiterzuleiten. Der Betroffene muss sich auf kürzestem Weg in die eigene Wohnung begeben und jeden weiteren Kontakt zu anderen Personen vermeiden. Eine Quarantänepflicht besteht ab dem Zeitpunkt des positiven Schnelltests.

Das Gesundheitsamt wird zeitnah telefonischen Kontakt zum Betroffenen aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Hierzu gehört unter anderem die Bestätigung des Testergebnisses mittels PCR-Test.

PCR-Tests:

Wo werden PCR-Tests durchgeführt?

PCR-Tests erfolgen in erster Linie beim Haus- oder Kinderarzt. Auch einige Testzentren bieten kostenpflichtige PCR-Tests an. Über das Gesundheitsamt können ebenfalls PCR-Test-Termine gebucht werden, falls besondere Bedingungen vorliegen (https://www.landkreis-wittenberg.de/de/onlineterminvereinbarung-abstrichzentrum.html).

Über das Gesundheitsamt können nur kostenlose Tests für die folgenden Personengruppen gebucht werden:

  • COVID-19-Infizierte oder enge Kontaktpersonen, bei denen ein PCR-Test vom Gesundheitsamt angeordnet worden ist
  • erforderliche PCR-Testungen vor ambulanten OPs, der Aufnahme in Rehabilitations- oder Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit COVID-19-typischen Krankheitszeichen

Demgegenüber müssen sich Reisende, die einen PCR-Test benötigen, oder Personen ohne begründeten Verdacht auf eine COVID-19-Infektion an eine andere Teststelle wenden

Wo kann ich mich bei Erkältungssymptomen testen lassen?

In erster Linie sollte ein PCR-Test beim Haus- oder Kinderarzt angestrebt werden. Sollte hier keine zeitnahe Testung möglich sein, können Sie einen PCR-Termin über das Gesundheitsamt vereinbaren (https://www.landkreis-wittenberg.de/de/onlineterminvereinbarung-abstrichzentrum.html).

Wo erhalte ich einen PCR-Test, wenn ich in den Urlaub fahren möchte?

Urlaubsreisende müssen sich zur Test-Durchführung an Ihren Hausarzt oder ein Testzentrum wenden, in denen kostenpflichtige PCR-Tests angeboten werden. Eine kostenlose Testung ist bei privaten Reisen nicht möglich.

Gibt es schonendere Test-Verfahren als den Nasen-Rachen-Abstrich beim PCR-Test?

Eventuell beim Haus- oder Kinderarzt (z. B. sogenannter Lolli-Test)

Wie erhalte ich das Ergebnis des PCR-Tests?

Das Testergebnis können Sie bei der testenden Stelle nach ca. 1-2 Tagen erfragen. Bei PCR-Tests, die über das Gesundheitsamt vereinbart worden sind, erhalten Sie zum Zeitpunkt der Testung einen Barcode oder QR-Code, mit dem Sie das Testergebnis selbstständig zeitnah abrufen können, meist noch am selben Tag.

COVID-19-Infizierte

Welche Quarantäne-Regeln gelten zurzeit für COVID-19-Infizierte?

Personen, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus mittels professionell durchgeführtem Schnelltest oder PCR-Test festgestellt wird, werden für eine Dauer von bis zu 14 Tagen in häuslicher Quarantäne abgesondert. Beginn der Quarantäne ist der Zeitpunkt des erstens positiven Testes. Der letzte Tag de Quarantäne berechnet sich wie folgt:

  • 14 Tage nach dem ersten Auftreten COVID-19-typischer Krankheitszeichen ODER
  • 14 Tage nach erstem positiven Test (bei Personen ohne COVID-19-typische Krankheitszeichen)

Sollten am Ende der Quarantäne COVID-19-typische Krankheitszeichen bestehen, ist ein erneuter PCR-Test durchzuführen. Bei negativem PCR-Test endet die Quarantäne nach dem oben berechneten Zeitraum. Bei positivem PCR-Test, wird die Quarantäne um eine weitere Woche verlängert.

Wichtig: Bei dem beschriebenen Vorgehen handelt es sich um einen generellen Handlungsleitfaden des Gesundheitsamtes. In begründeten Einzelfällen sind abweichende Anordnungen durch das Gesundheitsamt möglich (z.B. bei COVID-19-Erkrankten in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern).

Welche Sonderregelungen gelten für infizierte Geimpfte und Genesene? / Ist eine Verkürzung der Quarantäne möglich?

Eine Verkürzung der Quarantäne ist NUR für vollständig Geimpfte (ab 14 Tage nach der letzten Impfung) oder Genesene (ab 28 Tage bis 6 Monate nach dem ersten positivem PCR-Test) möglich. Voraussetzung ist, dass keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen bestehen und ein negatives PCR-Ergebnis vorliegt. Der PCR-Test hierzu darf frühestens am Tag 5 erfolgen.

Wann endet die Quarantäne?

Kurz vor dem Ende der 14-tägigen Quarantäne werden Sie durch das Gesundheitsamt angerufen. Hierbei erfolgt die Abfrage, ob noch COVID-19-typische Krankheitszeichen vorliegen. Falls nein, endet die Quarantäne nach der im Quarantänebescheid angeordneten Dauer. Falls Symptome bestehen, muss ein erneuter PCR-Test durchgeführt werden. Bei negativem PCR-Test endet die Quarantäne wie vorgesehen. Bei positivem PCR-Test wird die Quarantäne um eine weitere Woche verlängert.

Bei Geimpften und Genesenen kann die Quarantäne wie oben beschrieben mit negativem PCR-Test ab Tag 5 verkürzt werden. Die Quarantäne endet mit Vorlage des negativen Testergebnisses beim Gesundheitsamt.

Enge Kontaktpersonen:

Welche Quarantäne-Regeln gelten zurzeit für enge Kontaktpersonen zu COVID-19-Infizierten?

Personen, die durch das Gesundheitsamt als enge Kontaktpersonen zu COVID-19-Infizierten eingestuft wurden, werden für eine Dauer von bis zu 10 Tagen in häuslicher Quarantäne abgesondert. Der letzte Tag der Quarantäne berechnet sich wie folgt:

  • 10 Tage nach dem letzten Kontakt zum COVID-19-Infizierten ODER
  • bei Haushaltsmitgliedern von COVID-19-Infizierten: 10 Tage ab Symptombeginn bzw. ab positivem Test des COVID-19-Infizierten (falls keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen bestehen)

Während der Quarantäne muss ein PCR-Test verpflichtend durchgeführt werden. Ziel ist es, eine bislang unerkannte COVID-19-Infektion frühzeitig zu erkennen und so die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern. Empfohlen wird eine frühzeitige Testung, um so ggf. vor Beginn der Quarantäne stattgefundene Übertragungen des Corona-Virus zeitnah zu identifizieren.

Ist eine Verkürzung der Quarantäne möglich?

Ja. Die Quarantäne kann mit Vorliegen eines negativen PCR-Ergebnisses beendet werden. Voraussetzung für die Beendigung der Quarantäne ist, dass keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen bestehen UND der PCR-Test frühestens am Tag 5 nach dem letzten Kontakt zum COVID-19-Infizierten durchgeführt wird. Die Quarantäne endet, sobald das negative Testergebnis dem Gesundheitsamt vorliegt.

Ein PCR-Test, der zu einem früheren Zeitpunkt der Quarantäne erfolgt, verkürzt die Quarantäne NICHT. Bestehen COVID-19-typische Krankheitszeichen kann die Quarantäne trotz negativem PCR-Test ebenfalls NICHT verkürzt werden.

Welche Sonderregelungen gelten für Geimpfte und Genesene?

Vollständig Geimpfte (ab 14 Tage nach der letzten Impfung) und Genesene (ab 28 Tage bis 6 Monate nach dem ersten positiven PCR-Test) müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Ein zeitnaher PCR-Test wird dennoch allen Kontaktpersonen empfohlen, die Kontakt zu Risikogruppen haben (z.B. ältere / kranke / abwehrgeschwächte Personen).

Da eine COVID-19-Infektion Geimpfter und Genesener dennoch möglich ist, sollten Kontakte zu anderen Personen so weit möglich vermindert werden und insbesondere keine Kontakte zu Risikogruppen stattfinden. Beim Auftreten COVID-19-typischer Krankheitszeichen begeben Sie sich bitte selbstständig in Quarantäne, informieren das Gesundheitsamt und vereinbaren zeitnah einen Termin zum PCR-Test.

Was ist, wenn der vollständige Impfschutz erst während der Quarantäne eintritt?

In diesem Fall kann die Quarantäne nicht verkürzt werden.

Begründung: Der volle Impfschutz besteht erst 14 Tage nach der letzten Impfung. In der Zeit, in der noch kein voller Impfschutz vorlag, kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt sein.

Welche Sonderregelungen gelten in medizinischen Einrichtungen?

Abweichende Regelungen gelten für Bewohner*innen und Personal in medizinischen Einrichtungen. Bei Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen wird die Quarantäne in der Regel nicht verkürzt. Ein PCR-Test wird zu Beginn und zum Ende der Quarantäne bei allen engen Kontaktpersonen angeordnet. Medizinisch ausgebildetes Personal kann gegebenenfalls von der Quarantäne ausgenommen werden, falls alle erforderlichen Schutzmaßnahmen im Umgang mit Bewohner*innen und Patient*innen eingehalten wurden.

Was sind enge Kontaktpersonen?

Als enge Kontaktpersonen werden diejenigen bezeichnet, die einen engeren Kontakt zu Personen mit COVID-19-Infektion hatten. Hierbei entscheidend ist der Zeitraum bis zu zwei Tage vor Auftreten der ersten Krankheitszeichen bzw. bis zu zwei Tage vor erstem positiven PCR-Test der COVID-19-Infizierten (falls keine Symptome bestehen).

Folgende Situationen werden als enger Kontakt gewertet:

  • enger Kontakt ohne Gespräch: Abstand unter 1,5 Meter, Dauer über 10 Minuten, kein Mund-Nasen-Schutz bei mindestens einer Person
  • Gespräch: Abstand unter 1,5 Meter, kein Mund-Nasen-Schutz bei mindestens einer Person
  • Aufenthalt im selben schlecht belüfteten Raum: Dauer über 10 Minuten

Im Folgenden werden Beispiele für enge Kontaktpersonen genannt:

  • Haushaltsmitglieder
  • Fahrgemeinschaften: ohne Mund-Nasen-Schutz bei mindestens einer Person ODER über 10 Minuten bei schlechter Lüftung
  • Direkter körperlicher Kontakt: Händeschütteln, Umarmen
  • Direkter Kontakt zu Körperflüssigkeiten: Küssen, Anhusten, Trinken aus gleichem Glas, Kontakt zu Erbrochenem
  • Situationen ohne ausreichende Lüftung: Feiern, gemeinsames Singen, Sport in Innenräumen - Als ausreichende Lüftung wir eine Stoßlüftung mit weit geöffneten Fenstern mindestens alle 25 Minuten für 3 bis 5 Minuten empfohlen. Das Anklappen der Fenster ist nicht ausreichend.

Wichtig: Die Einstufung als „enge Kontaktperson“ erfolgt durch das Gesundheitsamt. Im Gespräch mit dem COVID-19-Infizierten ermittelt das Gesundheitsamt, welche Personen als enge Kontaktpersonen in Frage kommen und nimmt Kontakt zu ihnen auf. Sollten Sie nicht vom Gesundheitsamt kontaktiert werden, obwohl Sie engen Kontakt zum COVID-19-Infizierten hatten, dann melden Sie sich bitte beim Gesundheitsamt (03491 479-479). Nur durch das Gesundheitsamt bestätigte Kontaktpersonen erhalten einen Quarantänebescheid.

Wie lässt sich verhindern, dass in Schulen und Kitas so viele Personen in Quarantäne geschickt werden?

Generelles Ziel des Gesundheitsamtes ist es, so wenige Personen wie nötig in häuslicher Quarantäne abzusondern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Mitarbeit der Schulen und Kitas dringend erforderlich.

  • Schulen: In Schulen sollen nach Möglichkeit nur unmittelbare Sitznachbarn sowie enge Bezugspersonen aus dem Schul- und Pausenbetrieb in Quarantäne geschickt werden. Dies ist nur dann möglich, wenn die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden, die Kontakte unter den Mitschülern auf einen gleichbleibenden Personenkreis beschränkt sind (z.B. durch feste Sitznachbarn in verschiedenen Unterrichtsfächern), auf eine ausreichende Lüftung der Klassenräume und zwischen den Unterrichtsstunden auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes geachtet wird. Als ausreichende Lüftung wir eine Stoßlüftung mit weit geöffneten Fenstern mindestens alle 25 Minuten für 3 bis 5 Minuten empfohlen. Das Anklappen der Fenster ist nicht ausreichend.
  • Kindertagesstätten: .In Kindertagesstätten sind kleine Gruppen mit fest zugeteiltem, gegen COVID-19 geimpftem Personal zu empfehlen. Hierdurch lassen sich größere Quarantäne-Anordnungen vermeiden.
  • Allgemeine Empfehlungen: Alle Personen mit COVID-19-typischen Krankheitszeichen sollten der Schule bzw. Kita fernbleiben. Ferner wird allen Personen über 12 Jahren die Impfung gegen COVID-19 empfohlen, da vollständig Geimpfte von der Quarantäne ausgenommen sind.

Wie muss ich mich während der Quarantäne verhalten?

Das Grundstück darf während der Quarantäne nicht verlassen werden. Einzelfälle, bei denen das Verlassen des Grundstückes dringend erforderlich ist (z.B. zur Versorgung von Tieren), sind mit dem Gesundheitsamt abzustimmen.

Falls möglich sollte eine Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern erfolgen. Hierzu gehört der Aufenthalt in verschiedenen Räumen, das Vermeiden gemeinsamer Mahlzeiten, getrennte Schlafplätze und die regelmäßige Reinigung gemeinsam genutzter Räume und Gegenstände (z.B. Bäder). Ferner verhindern häufiges Händewaschen, das Husten / Niesen in die Ellenbeuge und häufiges Lüften die Weiterverbreitung des Coronavirus.

Kontaktpersonen sollten sich selbst beobachten, täglich die Körpertemperatur messen und auf das Auftreten COVID-19-typischer Krankheitszeichen achten. Bei Symptomen muss das Gesundheitsamt informiert und ein PCR-Test durchgeführt werden.

Was ist das digitale Symptomtagebuch?

Allen Personen, die vom Gesundheitsamt als COVID-19-Infizierte oder enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne abgesondert wurden, wird die Verwendung des Symptomtagebuches empfohlen. Hierbei erhalten Sie täglich einen kurzen Fragebogen per SMS oder per E-Mail an die von Ihnen beim Gesundheitsamt hinterlegten Kontaktdaten. In diesem stehen Fragen zu derzeit bestehenden Krankheitszeichen (z.B. Husten, Fieber, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen). Das Symptomtagebuch hat folgende Vorteile:

  • COVID-19-Infizierte: Ein erneuter Anruf durch das Gesundheitsamt vor dem Ende der Quarantäne entfällt, wenn Sie mittels Fragebogen wiederholt versichert haben, dass keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen mehr zum Quarantäneende bestehen.
  • Kontaktpersonen: Mithilfe des Fragebogens erfährt das Gesundheitsamt zeitnah, sobald bei Ihnen COVID-19-typische Krankheitszeichen auftreten und nimmt mit Ihnen Kontakt auf zur Besprechung des weiteren Vorgehens. Ein Anruf durch das Gesundheitsamt vor dem Quarantäneende entfällt.

Sollten Sie das Symptomtagebuch verwenden wollen, genügt eine kurze telefonische Information an Ihren Kontaktermittler.

Wann endet die Quarantäne? Was ist zu beachten?

Bei engen Kontaktpersonen endet die Quarantäne nach der laut Quarantänebescheid angeordneten Zeit automatisch, falls keine COVID-19-typischen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten sich während der Quarantäne Beschwerden entwickelnd, die auf eine COVID-19-Infektion hinweisen könnten, wird die Quarantäne zunächst fortgeführt, bis ein PCR-Test zur Abklärung erfolgt ist.

Mithilfe eines negativen PCR-Tests kann die Quarantäne enger Kontaktpersonen verkürzt werden. Voraussetzung ist, dass der PCR-Test frühestens am 5. Tag nach dem letzten Kontakt zum COVID-19-Infizierten durchgeführt wird. Sobald das negative PCR-Ergebnis dem Gesundheitsamt beziehungsweise der Kontaktperson vorliegt, endet die Quarantäne automatisch.

Was ist nach dem Ende der Quarantäne zu beachten? Wie verhalte ich mich, wenn COVID-19-typische Krankheitszeichen auftreten?

Unabhängig vom Ende der Quarantäne sollten Sie sich für mindestens 14 Tage selbst beobachten („Selbstmonitoring“). Hierzu gehören die tägliche Messung der Körpertemperatur und das Aufschreiben eventuell auftretender Beschwerden. Die Kontakte zu anderen Personen sollten weiter so gering wie möglich gehalten werden. Insbesondere sollte man den Kontakt zu Älteren und Immungeschwächten vermeiden. Falls es dennoch zu Kontakten kommt, sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Sowohl während als auch nach der Quarantäne können COVID-19-typische Krankheitszeichen auftreten, z.B. Fieber, trockener Husten, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen, Durchfall oder Hautveränderungen. Melden Sie sich in diesem Fall bitte umgehend beim Gesundheitsamt (und eventuell beim Hausarzt für eine notwendige Behandlung), vereinbaren zeitnah einen Termin zum PCR-Test und vermeiden jeden weiteren Kontakt zu anderen Personen.

Darf das Gesundheitsamt überhaupt eine Quarantäne anordnen?

Ja. Die rechtliche Grundlage zur Anordnung einer Quarantäne durch das Gesundheitsamt ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Laut § 30 Abs. 1 IfSG kann bei Kranken, Krankheitsverdächtigen und Ansteckungsverdächtigen angeordnet werden, dass sie abgesondert werden. Kommt der Betroffene den seine Absonderung betreffenden Anordnungen nicht nach, ist entsprechend § 30 Abs. 2 IfSG eine zwangsweise Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus möglich. Des Weiteren stellen Zuwiderhandlungen gegen die Absonderungspflicht eine Ordnungswidrigkeit entsprechend § 73 Abs. 1a Nr. 6 IfSG das, die mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann. Ein Widerspruch gegen den Quarantänebescheid hat keine aufschiebende Wirkung.

Muss ich einen durch das Gesundheitsamt angeordneten PCR-Test durchführen lassen?

Ja. Entsprechend § 29 Abs. 1 und 2 IfSG können Kranke, Krankheitsverdächtige und Ansteckungsverdächtige einer Beobachtung unterworfen werden. Wer einer Beobachtung unterworfen ist, hat die erforderlichen Untersuchungen durch die Beauftragten des Gesundheitsamtes zu dulden und den Anordnungen des Gesundheitsamtes Folge zu leisten. Ferner bestimmt § 25 Abs. 3, dass die genannten Personen durch das Gesundheitsamt vorgeladen und verpflichtet werden können, Un-tersuchungen und Entnahmen von Untersuchungsmaterial an sich vornehmen zu lassen, wobei neben anderem Abstriche von Haut und Schleimhäuten explizit benannt sind. Dies schließt einen Nasen-Rachen-Abstrich zum Nachweis von SARS-CoV-2- ein. Zuwiderhandlungen gegen § 25 Absatz 3 stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Entsprechend des Infektionsschutzgesetztes besteht zudem die Möglichkeit, die Durchführung eines Abstriches gegen den Willen der zu testenden Person zu veranlassen, ggf. unter Anwendung unmittelbaren Zwangs nach § 58 SOG LSA.

Wie verhalte ich mich, wenn ich den angeordneten PCR-Test-Termin nicht wahrnehmen kann?

Sollte der angeordnete PCR-Test-Termin aus dringenden Gründen nicht wahrgenommen werden können, informieren Sie bitte vor dem Termin Ihren Kontaktermittler zur Vereinbarung eines neuen Termins und zur Besprechung des weiteren Vorgehens.

Kann ich Widerspruch gegen die Quarantäne einlegen?

Ja. Jedoch hat ein Widerspruch gegen den Quarantänebescheid keine aufschiebende Wirkung. Den Anordnungen des Quarantänebescheides muss dennoch Folge geleistet werden.

Bei mir wurde eine COVID-19-Infektion bestätigt. Bin ich verpflichtet, dem Gesundheitsamt Auskunft über meine Kontaktpersonen zu geben?

Ja. § 16 des IfSG bestimmt in Absatz 1, dass die zuständige Behörde die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Einzelnen oder der Allgemeinheit vor drohenden Gefahren treffen kann, wenn Tatsachen festgestellt werden, die zum Auftreten einer übertragbaren Krankheit führen können oder anzunehmen ist, dass solche Tatsachen vorliegen. Zur Durchführung dieser Maßnahmen kann sie nach Absatz 2 die entsprechenden Ermittlungen durchführen. Zweck der Ermittlungen ist die Feststellung möglichst aller engen Kontaktpersonen, um damit die Möglichkeit zu haben, das weitere Infektionsgeschehen in der Bevölkerung einzudämmen und damit die Weiterverbreitung von Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus zu verhindern bzw. einzudämmen. Absatz 2 Satz 3 regelt weiterhin, dass Personen, die über die in Absatz 1 genannten Tatsachen Auskunft geben können, verpflichtet sind, auf Verlangen diese erforderlichen Auskünfte zu erteilen.

Ordnungswidrig handelt nach § 73 Absatz 1a Ziffer 3 IfSG, wer entgegen § 16 Absatz 2 Satz 3 die geforderten Auskünfte nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Habe ich Anspruch auf Entschädigungszahlungen, weil ich während meiner Quarantäne nicht auf Arbeit konnte?

In Abhängigkeit von der Situation ist die Beantragung von Entschädigungszahlungen möglich. An dieser Stelle ein kurzer Überblick:

Entschädigungsansprüche können in folgenden Situationen geltend gemacht werden:

  • Quarantäne von COVID-19-Infizierten: Hierbei wird zwischen zwei möglichen Szenarien unterschieden. Bestehen COVID-19-typische Krankheitszeichen erfolgt eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber – wie bei jeder anderen Krankheit auch. Bestehen keine Symptome, besteht ein Anspruch auf Entschädigungszahlung bei Verdienstausfall.
  • Quarantäne von engen Kontaktpersonen: Auch enge Kontaktpersonen haben einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen bei Verdienstausfall.
  • Quarantäne für Reiserückkehrer: Handelt es sich um eine vermeidbare Reise in ein bereits zum Zeitpunkt der Abreise eingestuftes Risikogebiet, besteht KEIN Anspruch auf Entschädigung. Handelt es sich um eine Geschäftsreise oder um eine Reise in ein zum Zeitpunkt der Abreise nicht als Risikogebiet eingestuftes Land, besteht der Anspruch auf Entschädigung.

In allen genannten Szenarien ist die Voraussetzung für Entschädigungszahlungen, dass keine Arbeit im Home Office möglich oder zumutbar wäre. Die Entschädigungshöhe ist die Höhe des Verdienstausfalles. Der Arbeitgeber ist in den genannten Situationen zur Auszahlung des Verdienstes an den Arbeitnehmer (für maximal 6 Wochen) verpflichtet und beantragt die Entschädigungszahlung beim Landesverwaltungsamt: https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/gesundheitswesen-pharmazie/bereich-gesundheitswesen-zuwendungen-recht/informationen-zum-verdienstausfall/

WICHTIG: Entsprechend eines Beschlusses der Gesundheitsminister-Konferenz vom 22.09.2021 sollen spätestens ab dem 11. November 2021 keine Entschädigungszahlungen mehr an Personen erfolgen, für die eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) besteht und die die Quarantäne-Anordnung durch die COVID-19-Impfung hätten vermeiden können. So haben beispielsweise ungeimpfte Kontaktpersonen keinen Anspruch mehr auf Entschädigungszahlung, wenn die COVID-19-Impfung für sie empfohlen ist und keine medizinischen Gründe gegen die Impfung sprechen.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen finden Sie unter: https://ifsg-online.de/index.html.

Habe ich Anspruch auf Entschädigungszahlungen, weil ich während der Quarantäne meines Kindes nicht auf Arbeit konnte?

Sobald Ihr Kind durch das Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne abgesondert worden ist und eine Betreuung durch Sie erforderlich ist, besteht ein Anspruch auf Entschädigungszahlungen. Dieser Anspruch besteht nur bei Kindern unter 12 Jahren oder mit einer Behinderung. Voraussetzung ist, dass keine andere zumutbare Betreuung möglich war. Die Entschädigungshöhe entspricht 67 % des Verdienstausfalles, jedoch maximal 2.016 € monatlich. Der Arbeitgeber ist zur Auszahlung dieser Summe für maximal 10 Wochen pro Elternteil bzw. 20 Wochen bei Alleinerziehenden verpflichtet. Der Antrag auf Entschädigung wird durch den Arbeitgeber beim Landesverwaltungsamt gestellt.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen finden Sie unter: https://ifsg-online.de/index.html.

Wie erreiche ich meinen Kontaktermittler?

Die Kontaktinformationen Ihres Kontaktermittlers (Name, Telefonnummer, E-Mail) stehen in Ihrem Quarantänebescheid oben rechts.

Der Genesenenbescheid wurde noch nicht zugestellt. Wo bekomme ich ihn her?

Bei fehlendem Genesenenbescheid senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Wunsch zur Ausstellung des Genesenenbescheides, Ihrem Namen, dem Geburtsdatum und Ihrer Telefonnummer an corona@landkreis-wittenberg.de.

Wie lange ist der Genesenenbescheid gültig?

Als Genesene(r) gelten alle Personen ab 28 Tage bis 6 Monate nach dem ersten positiven PCR-Test.

Wann können sich Genesene gegen COVID-19 impfen lassen?

Genesene benötigen zum Erreichen des vollständigen Impfschutzes nur eine COVID-19-Impfung. Diese kann frühestens 4 Wochen nach dem Ende der Symptome bzw. bei Personen ohne Symptome 4 Wochen nach dem positiven PCR-Test erfolgen.

Personen, die vor der COVID-19-Infektion bereits einmalig geimpft waren, sollten sich ein zweites Mal 4 Wochen nach dem Ende der Symptome bzw. nach dem positiven PCR-Test impfen lassen. Mit dem Johnson&Johnson-Impfstoff geimpfte benötigen vorerst nur eine Impfdosis (siehe Thema "Impfen").

Was gilt derzeit für Einreisende?

Regelungen zur Einreise aus dem Ausland können Sie der aktuell gültigen Fassung der Coronavirus-Einreiseverordnung entnehmen. Fragen und Antworten zur Einreiseanmeldung, Nachweis- und Quarantänepflicht Einreisender finden Sie auf den Seiten des Gesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/faq-tests-einreisende.html. Eine Kurzübersicht zu den derzeit gültigen Regelungen finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/FAQs_Reise/Corona-Einreiseregeln_Kurzuebersicht.pdf

Ich habe noch mehr Fragen. Wo finde ich weitere Informationen?