Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in drei Hausschweinebeständen in Brandenburg

Schutzmaßnahmen für Schweinehaltungen

 

Im Land Brandenburg ist Mitte Juli 2021 die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals in Deutschland in drei Hausschweinebeständen amtlich festgestellt worden. Betroffen sind ein Zuchtbetrieb mit ca. 300 Schweinen im Landkreis Spree-Neiße sowie zwei private Kleinhaltungen mit zwei und vier Schweinen im Landkreis Märkisch-Oderland. Alle Schweine der betroffenen Bestände wurden getötet und unschädlich beseitigt.

Die ASP ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar – weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch über direkten Tierkontakt.

Aus aktuellem Anlass wird darauf hingewiesen, dass jeder Halter von Schweinen gesetzlich verpflichtet ist, Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und jegliche direkten und indirekten Kontakte von Hausschweinen zu Wildschweinen zu unterbinden, um die Einschleppung der Tierseuche in Hausschweinebestände zu verhindern. Dies gilt auch für private Schweinehaltungen. Folgende grundlegende Schutzmaßnahmen sind von allen Schweinehaltern ohne Ausnahme einzuhalten:

·         Wildschweine dürfen keinen Kontakt zu Hausschweinen haben.
·         Einstreu und Futter sind für Wildschweine unzugänglich zu lagern.
·         Das Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen ist verboten.
·         Der Stall sollte nur durch den Tierhalter betreten werden. Der Zugang fremder Personen (z.B. Tierarzt) ist auf das unbedingt
          Notwendige zu beschränken.
·         Der Stall sollte nur nach Desinfektion des Schuhwerks oder Schuhwechsel und mit Schutzkleidung betreten werden.
·         Eine strikte hygienische Trennung von Jagd und Schweinehaltung ist einzuhalten. Jagdkleidung oder –ausrüstung,
          Jagdhunde oder andere Hunde, die sich vorher im Wald aufgehalten haben, gehören nicht in den Stall.
·         Schädlinge und Schadnager müssen regelmäßige bekämpft werden.
·         Der Stall, die Gerätschaften und ggf. die Fahrzeuge sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
·         In Freiland- und Auslaufhaltungen ist der Kontakt von Hausschweinen zu Schwarzwild durch eine doppelte,
          wildschweinsichere Einzäunung auszuschließen. Für die Freilandhaltung von Schweinen ist eine Ausnahmegenehmigung als
          Voraussetzung erforderlich.
·         Treten bei Schweinen Krankheitsanzeichen (Fressunlust, hohes Fieber bzw. plötzliche Todesfälle) auf, muss umgehend der
          Tierarzt benachrichtigt werden.
·         Verendete Tiere müssen immer über die Tierkörperbeseitigung (Firma SecAnim, Telefon: 03933 933030) entsorgt und bis
          zur Abholung unzugänglich gelagert werden.

 

Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist für Anfragen und Meldungen erreichbar unter:

-       Telefon: 03491 479-303, -304, -305

-       Fax: 03491 479-302

-       E-Mail: veterinaeramt@landkreis-wittenberg.de

-       Außerhalb der Dienstzeiten über die Integrierte Leitstelle: 03491 19222

 

Stand: 20. Juli 2021