Bildung, Vorträge und Diskussionen

"German Horror" – Das Kriegsgefangenenlager Kleinwittenberg im Ersten Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg ist die unmittelbare Fortsetzung eines enthemmten, zur Durchsetzung seiner Ziele zu allen Mitteln greifenden Nationalismus, in dessen Gefolge auch Millionen Soldaten in Gefangenenschaft gerieten. Allein über 15.000 Kriegsgefangenen unterschiedlichster Nationalität waren in dieser Zeit im Mannschaftsgefangenenlager Kleinwittenberg interniert. Als nach einer Fleckfieber-Epidemie der amerikanische Botschafter das Lager besuchte, erlangte es durch hunderte Zeitungsartikel und sogar einen amerikanischen Stummfilm traurige Berühmtheit in der internationalen Öffentlichkeit. Aber auch in Wittenberg selbst erregte das Lager größtes öffentliches Interesse. Nie waren so viele Menschen aus anderen Ländern hier untergebracht wie zwischen 1914 und 1918. Das Kriegsgefangenenlager bedeutet für die einheimische Bevölkerung eine große Alteritätserfahrung, die sie allerdings meistenteils nicht als Chance des Kennenlernens begriff, sondern – in nationaler Begeisterung und im Kriegstaumel – als Triumph über die Feinde auffasste. Die Ausstellung über dieses historische Geschehen ist daher geeignet, einen Beitrag für eine nachhaltige Sensibilisierung für Demokratie und Frieden sowie zu einer demokratiebildenden Erinnerungskultur zu leisten.

Preisinformation

4,00 Euro, Eintritt berechtigt auch zum Besuch der anderen Sonderausstellung "Atheismus in der DDR"; Für 7,50 Euro können Sie alle Ausstellungen im Museum besichtigen.

Veranstaltungsort

    • Haus der Geschichte Wittenberg
    • Schlossstraße 6
    • 06886 Lutherstadt Wittenberg

Veranstalter

Zurück

Kontakt

Landkreis Wittenberg
Breitscheidstraße 3
06886 Lutherstadt Wittenberg

Postfach: 100251
06872 Lutherstadt Wittenberg

Öffnungszeiten

Besucheradressen

 

Ausschreibungen