Raumordnung, Regionalentwicklung

Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb zur beruflichen Integration von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen "Aktive Eingliederung"

Der Landkreis Wittenberg ruft alle interessierten Träger auf, Projektvorschläge zur Verbesserung der Inte- grationschancen von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit ausgeprägten beschäftigungsrelevanten Defiziten und Integrationsschwierigkeiten im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Aktive Eingliederung" einzureichen. Die Grundlage für die Durchführung des Wettbewerbs und Umsetzung entsprechender Projekte ist die "Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung" (RdErl. des MS vom 12.06.2015, MBI. LSA S. 407). Die Finan-
zierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Anliegen des Wettbewerbs

Obwohl sich die Arbeitsmarktlage im Landkreis Wittenberg weiter positiv entwickelt, können nicht alle Men-
schen von dieser Entwicklung profitieren. Gleichzeitig besteht die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Der Zielgruppe (insbesondere Menschen, die im beschäftigungsorientierten Fallmanagement betreut werden) soll es ermöglicht werden, über längerfristige individuelle lösungsorientierte Integrationsbegleitung bessere Fortschritte zu erzielen und ihre berufliche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung zu erreichen und zu festigen.

Die Projekte sollen die nachhaltige Entwicklung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sowie die Gleichstellung von Männern und Frauen unterstützen sowie die Besonderheiten hinsichtlich der flächen-mäßigen Größe des Landkreises Wittenberg und des regionalen Nahverkehrs berücksichtigen.

Projektinhalte

Die Projekte beinhalten umfassende ganzheitliche Angebote zur Aktivierung, persönlichen Stabilisierung und Qualifizierung sowie nachhaltigen beruflichen Eingliederung. Die Projektelemente (Potenzialanalyse, soziale und fachliche Qualifizierung, Akquise von geeigneten Praktikumsplätzen, Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Durchführung von Praktika, individuelle Integrationsbegleitung, sozialpädagogische Betreuung, Nachbetreuung) sind mit einem der Zielgruppe angepassten und sinnvollen Methodenmix umzusetzen. Die individuelle Verweildauer beträgt in der Regel 12 Monate.

Die Projekte sollen eine Kapazität von mindestens 15 Teilnehmerplätzen haben. Während der gesamten Projektlaufzeit soll die Zahl der besetzten Teilnehmerplätze nicht unterschritten werden.

Die Projekte müssen ein detailliertes Betreuungs- und Integrationskonzept mit einer festgelegten Mindestzahl von Vermittlungen enthalten.

Projektträger

Zur Teilnahme am Wettbewerb sind Juristische Personen des privaten Rechts aufgerufen, die durch fachliche Qualität und Zuverlässigkeit sowie unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit die Eignung für eine sachgerechte und erfolgreiche Projektdurchführung besitzen.

Zielgruppe

Zielgruppe für die Förderung sind am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt, die mit Hilfe der Förderangebote nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch - Grundsicherung für Arbeit-
suchende (SGB II) oder dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch - Arbeitsförderung (SGB III) nicht mehr erreicht werden können und einen besonderen Unterstützungsbedarf bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oder in Ausbildung haben. Hierzu zählen:

  • ältere Arbeitslose ab dem vollendeten 50. Lebensjahr,
  • Langzeitarbeitslose,
  • Arbeitslose mit gesundheitlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen,
  • Arbeitslose mit Migrationshintergrund und
  • Flüchtlinge


mit dem Schwerpunkt der Betreuung im beschäftigungsorientierten Fallmanagement.

Umfang und Art der Förderung

Die Finanzierung erfolgt als Fehlbedarfsfinanzierung in Form eines Zuschusses. Zuwendungsfähig sind Personal- und Sachausgaben sowie eine Pauschale für indirekte Ausgaben. Das Arbeitslosengeld II der Teilnehmer kann in Form einer teilnehmerbezogenen Pauschale als öffentliche Kofinanzierung berücksichtigt werden.

Der Förderzeitraum beträgt maximal 24 Monate mit Verlängerungsoption, die Förderhöhe für 24 Monate max. 400.000 Euro.

Dem Landkreis Wittenberg steht für den Förderzeitraum von 2 Jahren im Förderbereich "Aktive Eingliederung" ein Gesamtfördervolumen von insgesamt 800.000 Euro für alle Projekte zur Verfügung.

Verfahren zur Einreichung und Auswahl

Die zu fördernden Projekte werden im Rahmen eines zweistufigen wettbewerblichen Verfahrens ausgewählt. Der Wettbewerb bildet die Vorstufe zum Antragsverfahren. In der ersten Verfahrensstufe haben interessierte Projektträger die Möglichkeit, einen Projektvorschlag einzureichen. Im Anschluss erfolgt eine inhaltliche Be-
wertung und Wichtung der eingereichten Projektvorschläge durch den Regionalen Arbeits- kreis. Bei positiver Entscheidung durch den Regionalen Arbeitskreis zu einem Projekt, erfolgt die Aufforderung zur Antragsabgabe bei der bewilligenden Stelle. Die Unterlagen sind vollständig ausgefüllt einzureichen. Die Bewertung der Projektvorschläge erfolgt nach einem einheitlichen Bewertungsschema.

Die Projektvorschläge waren bis zum 24.03.2016, 12:00 Uhr beim

Landkreis Wittenberg
Fachdienst Raumordnung, Regionalentwicklung
Arbeitsmarktförderung
Breitscheidstraße 3
06886 Lutherstadt Wittenberg

einzureichen.


Für Fragen und allgemeine Informationen zum Wettbewerb steht Ihnen

Frau Regine Hübscher, Geschäftsstelle des Regionalen Arbeitskreises Landkreis Wittenberg
Tel.: 03491/479/674    Mail: geschaeftsstelle.rak@landkreis-wittenberg.de und

Herr Stephan Dähnel, Regionaler Koordinator Landkreis Wittenberg
Tel.: 03491/479654     Mail: geschaeftsstelle.rak@landkreis-wittenberg.de

zur Verfügung.


Der Projektvorschlag ist in doppelter Ausfertigung, unter Verwendung der vorgegebenen Formulare in einem verschlossenen Briefumschlag, mit Hinweis auf den Wettbewerb "Aktive Eingliederung", einzureichen. Später eingehende Projektvorschläge beziehungsweise Nachreichungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Projektträger werden bis zum 01.05.2016 benachrichtigt und ggf. zur formgerechten Antragsstellung bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt aufgefordert. Die Dauer des anschließenden Antragsverfahrens beträgt ca. 8 Wochen. Mit der Umsetzung der Projekte ist ab dem 01.07.2016 zu rechnen.

Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.


Formulare für die Einreichung von Projektvorschlägen                         Bewertung RAK

Deckblatt                                                                                                              Formelle Prüfung

Projektidee                                                                                                          Bewertungsmatrix

Projektstruktur mit Grafik

Arbeitspakete Inhalte

Ergebnisindikatoren

Personal

Projektpartner

Maßnahmen Qualitätssicherung und Projektmonitoring

Trägerprofil
 
Ausgaben Finanzierungsplan

Trägererklärung



Hinweise zur Einreichung von Projektvorschlägen

Begriffserläuterungen



Richtlinie Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung

Förderhandbuch ESF Förderperiode 2014-2020

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